Nautilus Tauchreisen http://nautilus-tauchreisen.de Dein Buddy beim Tauchen Fri, 24 Nov 2017 12:45:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.7 Cuba / Mietwagenrundreise & Maria la Gorda http://nautilus-tauchreisen.de/cuba-mietwagenrundreise-maria-la-gorda/ Fri, 17 Nov 2017 12:50:03 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=41964

Kuba – Reisebericht von Hannah Ha (14) mit ihren Eltern und ihrem Bruder (15)

11. August 2017 bis 01. September 2017

Havanna: Im Hotel Valencia gab es unterschiedlich große Zimmer, in denen die Klimaanlagen nicht so gut funktionierten. Der Roomservice (Anmerkung von Nautilus: damit ist jeweils die Reinigung der Zimmer gemeint) war sehr gut und das Zimmer war auch für kubanische Verhältnisse recht sauber. Das Frühstück war sehr lecker und es wurde auch schnell serviert. Das Hotel lag direkt im Stadtzentrum. Wir haben auch eine Führung gemacht, welche von einer sehr netten, deutschsprachigen Kubanerin geleitet wurde. Die Führung war sehr schön, allerdings war es an diesem Tag sehr heiß und feucht, wie auch im gesamten Urlaub.

Santiago de Cuba: Mit dem Flugzeug ging es nach drei Tagen weiter nach Santiago de Cuba. Im Hotel Casa Granda gab es eine sehr gut funktionierende Klimaanlage, zwei saubere Zimmer und einem guten Roomservice. Das Highlight dieses Hotels war eine wunderschöne Dachterrasse. Das Hotel lag im Zentrum und das Buffet morgens war umfangreich und lecker. Das Essen abends auf der Dachterrasse war auch sehr lecker und für Kuba sehr abwechslungsreich.

In Santiago de Cuba haben wir auch eine halbtägige Führung zu einer alten Kaffeeplantage und einem Blumengarten gemacht, die sehr empfehlenswert war. Allerdings hatte man uns anfangs vergessen, so dass wir drei Stunden warten mussten. Unsere deutschsprachige Kontaktperson in Havanna konnte aber eine Tour mit neuen Guides organisieren und so wurde es doch noch ein toller Tag mit einem Abendessen nur für uns alleine …

Santo Domingo in der Sierra Maestra (Comandancia de la Plata): In unserem Hotel Villa Santo Domingo hatten wir eine sehr schöne Unterkunft in einem kleinen Bergdorf in der Sierra Maestra. Das Hotelzimmer war sehr, sehr schön mit perfekter Klimaanlage und einem sehr guten Roomservice. Vom Hotel aus erreichte man in 5 min Fußmarsch einen schönen kleinen, sauberen See, in dem sich das ganze Dorf versammelte.

Das Frühstück war seeeeehr einfach (Sandwich mit Banane), dafür war allerdings das Abendessen sehr lecker, umfangreich und preiswert. Der Hotel Manager (Ivan) war super hilfsbereit als wir am Abreisetag entdeckten, dass wir zwei platte Reifen (!)  hatten. In nur drei Stunden konnte er die Reparatur organisieren und wir konnten weiterfahren. Für kubanische Verhältnisse war dies sehr schnell!

Santo Domingo ist der Ausgangspunkt für eine Halbtagestour (4-5 h) zum ehemals geheimen Lagezentrum von Fidel Castro (Comandancia de la Plata) tief im Urwald, von dem aus er die Revolution zusammen mit Che Guevara startete und organisierte.

Camagüey (Zwischenstopp auf dem Weg nach Trinidad): Das private Zimmer (Casa Particular – La Casa de Miriam; 2 km vom Stadtzentrum entfernt)  war sehr schön. Es hatte ein sauberes Bad und eine gut funktionierende Klimaanlage. Das sehr umfangreiche Frühstück war besonders lecker.

Trinidad: In Trinidad hatten wir wieder zwei private Zimmer (La Casa Ruth), welche im Gegensatz zur vorherigen Unterkunft deutlich schlichter waren. Die Klimaanlagen waren in beiden Zimmern sehr gut. Es gab allerdings keinen Roomservice und das Frühstück war auch nicht ganz so umfangreich, aber trotzdem lecker. Das Privatzimmer war zu Fuß 12 min vom Stadtkern entfernt. Wir haben auch eine Stadtführung gemacht, die sehr gut war.

Playa Larga (nördliche Schweinebucht): Das Hotel Playa Larga ist aus unserer Sicht nicht so empfehlenswert, da die Zimmer sehr schlicht und auch nicht so sauber waren.

 Tauchen (2 Tauchgänge): Die Tauchbasis (englisch sprechend) wurde kubanisch geführt, eine Brevetkontrolle wurde nicht durchgeführt. Das Equipment und die Guides waren in Ordnung. Es gab insgesamt in Playa Larga drei Tauchplätze, wobei zwei mit einem alten Schulbus pro Tagesausflug angefahren wurden.

Vinales: Unser Hotel La Ermita war wunderschön. Es hatte einen Pool, ein schönes Restaurant, mit traumhaftem Ausblick, jedoch einem überteuerten Tennisplatz (10 CUC für zwei Schläger).

An der drei Nachmittag (bis ca. 17:00 Uhr) gab es eine kubanische Poolparty.

Die Zimmer waren sehr, sehr schön, sauber mit super Klimaanlage und einem sehr gutem Roomservice. Das Hotel war 2 km vom Stadtzentrum entfernt und zu Fuß gut zu erreichen.

Wir machten eine richtig coole und schöne Pferdetour, die wirklich empfehlenswert war und auch meinem Bruder und meinem Vater gefiel. Dabei kamen wir an einer Tabak-Plantage und einer Kaffee-Plantage mit Rumverkostung vorbei. Bei der Tabak Plantage konnte man live und mit einer ausführlichen Erklärung auf Sp-Englisch beobachten wie eine Zigarre gemacht wurde. Bei der Kaffeeplantage wurde erklärt wie Kaffee hergestellt wurde. Man konnte auch Rum probieren und kaufen. Allerdings waren die Preise hier deutlich teurer als im Supermarkt.

Maria la Gorda: Unser Hotel Maria la Gorda war wunder-wunderschön und sehr empfehlenswert.  Die Hotelzimmer waren neu renoviert und richtig sauber und mit gut funktionierender Klimaanlage. Der Roomservice war nett und gründlich. Von dem Balkon aus hatte man eine super Sicht auf das Meer. Der Strand war sehr sauber mit weißem Sand und es gab für jeden Gast Liegen. Die Farbe des Meeres war türkisblau und kristallklar und man sah bereits beim Schnorcheln viele Fische.

Auf der Hotelanlage konnte man Tischtennis, Rasenschach, Fußball oder Beachvolleyball umsonst spielen.

Das Frühstück- und Abendessen-Buffet war im Vergleich zu anderen kubanischen Hotels sehr, sehr umfangreich und frisch und das Beste, dass wir im ganzem Urlaub hatten. Life-Cooking von Filetsteaks (Rind, Huhn und Schwein) wurde jeden Abend durchgeführt. Das Hotel hatte seinen eigenen Arzt mit Krankenschwester.

Die Tauchbasis war in kubanischer Hand und sehr gut organisiert. Equipment war ausreichend vorhanden und gut gewartet. Die Basis verfügte über zwei Tauch-Boote und es wurden drei Tauchgänge / Tag (09.00, 11.00, 15.30 Uhr) angeboten.

Das Tauchgebiet erstreckte sich auf ca. 20 verschiedene Tauchspots, die regelmäßig angefahren wurden. Besonders hervorzuheben waren die kubanischen Tauch-Guides, die sich rührend um die Tauchgäste (viele Anfänger) kümmerten und bereits am Boot das Anlegen der Ausrüstung überwachten.

Die Unterwasser-Flora & Fauna war überwältigend. Von Haien (Riffhaie), über Schildkröten, Adlerrochen, Schwärmen an blauen Chromis (Schwalbenschwänzchen), Muränen  Kofferfischen und Barrkudas war alles dabei. Es gab sogar eine Tauch-Gruppe, die das Glück hatte einen Walhai zu beobachten. Die Hart- und Softkorallenwelt war ebenfalls in Ordnung und sehr farbenfroh in dem kristallklaren und ca. 32° warmen Wasser.

Zu guter letzt möchten wir die tolle Organisation von Nautilus Reisen im Vorfeld und auch vor Ort durch die deutschsprachige Kontaktperson (Frau Garcia, die jederzeit via Handy erreichbar war) besonders loben und uns für einen tollen Urlaub bedanken.

Hannah Ha am 03.09.2017


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Philippinen / Leyte, Negros – Sipalay, Palawan http://nautilus-tauchreisen.de/philippinen-palawan-negros-leyte-reisebericht/ Fri, 06 Oct 2017 10:29:09 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=41850

Liebe Tauchfreunde,

nachdem das Jahr 2017 schon etwas weiter fortgeschritten ist, freue ich mich, mich jetzt wieder bei Ihnen mit einem neuen Reisebericht melden zu können. Und zwar war ich endlich mal wieder auf den Philippinen unterwegs! Eigentlich wollte ich bereits letztes Jahr diesen wunderschönen Inselstaat besuchen, aber damals hat mir die Schweinegrippe einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Jahr konnte ich dann aber erfreulicherweise fit und euphorisch im Frühjahr in den Flieger steigen…

PHILIPPINEN

Das erste Mal war ich 2005 auf den Philippinen – kaum zu glauben, dass das bereits so lange her ist. Damals habe ich die Inseln ja fast noch entdeckerisch bereist! Bewertungsportale steckten noch in den Kinderschuhen, man hielt noch nicht seinen großen Zeh in die Sonne, um ihn auf Facebook zu posten, und es gab tatsächlich noch so etwas wie Insidertipps. Ich hatte deshalb über einen längeren Zeitraum Empfehlungen sowie Informationen gesammelt und daraus meine erste Philippinen-Reise zusammen gebastelt. Vom Ablauf her war das Ganze dann eher sub-optimal, wie ich heute feststellen und zugeben muss. Zusätzlich haben sich vor Ort dann noch einige kuriose Möglichkeiten ergeben, weshalb ich beispielsweise von Cebu aus spontan per Übernachtfähre (!) auf die Insel Camiguin gereist bin. Dieser Teil der Reise stellt bis heute noch eines der aufregendsten Erlebnisse meiner gesamten Reiseerfahrungen dar. Auf dem Schiff damals waren definitiv mehr Tiere als Menschen und entsprechend hat es auch gerochen. Der Schlafbereich war in etwa so erholsam wie ein Hostel während des Oktoberfests. Eine unglaubliche Geschichte!

Mittlerweile haben wir allerdings, meiner Meinung nach, eine schöne und abwechslungsreiche Auswahl auf den Philippinen zusammengestellt, die für jeden Geschmack etwas bietet. Insgesamt bieten wir nun auf neun Inseln 15 unterschiedliche Gebiete mit 16 verschiedenen Tauchhotels an. Hinzu kommt auch noch eine Tauchsafari zum Tubbataha Riff.

Bei meiner jetzigen Reise ging es darum, einige Zielgebiete zu besuchen, die ich entweder länger nicht gesehen hatte oder aber bei denen es einen aktuellen Hintergrund beziehungsweise Anlass gab.

Geflogen bin ich mit Turkish Airlines, ganz einfach deshalb weil sie sehr günstige Flüge mit ausgesprochen angenehmen Reisezeiten nach Manila anbieten. Dazu bin ich noch nie mit der Turkish Airlines geflogen und seit sich Lionel Messi und Kobe Bryant in den Werbespots einen lustigen Wettbewerb über die ganze Welt geliefert haben, hat die Airline eigentlich einen guten Ruf. Ich kann diesen guten Ruf nur bestätigen. Der Flug nach Istanbul verlief unaufgeregt normal, der Flughafen in Istanbul bietet sehr viele Restaurants, die den Aufenthalt verkürzen, und der Langstreckenflug nach Manila war auf jeden Fall bemerkenswert angenehm, was vor allem an dem guten Unterhaltungsprogramm und dem erfreulich geräumigen Sitzabstand lag.

LEYTE / PINTUYAN DIVE RESORT

Erste Station war ein für mich sehr besonderes Hotel. Wir waren der erste Tauchreiseveranstalter, der dieses Hotel angeboten hat, und ich kannte den Inhaber bereits bevor er das Hotel gebaut hat. Kennengelernt habe ich Ralf, weil ihn mir einige Gäste immer wieder als Tauchbasenleiter auf Bohol empfohlen hatten. Nun ist er Besitzer des Pintuyan Dive Resorts auf der Insel Leyte.

Nach Leyte reist man besten über Manila, weil dort die Anschlussflüge ideal auf die Langstreckenflüge passen. Ich sage es ganz ehrlich, man kann zwar in einem Rutsch nach Leyte durchreisen, aber ich habe mir eine Zwischenübernachtung eingebaut, weil ich die Anreise wirklich „schlauchig“ finde. Oder anders gesagt, es dauert strapaziös lange bis man in Manila ist, da gibt es nichts zu beschönigen. Um danach direkt weiterzufliegen und dann einen vier Stunden Transfer durchzuziehen, fehlt mir schlichtweg die Eigenschaft, Zeitverschiebungen gut zu verkraften.
Ich befinde mich gefühlt schon in der zweiten Traumphase, als ich in Manila ankomme. Mein Hotel in der Asienmetropole ist von außen unglaublich unattraktiv, von innen allerdings überraschend charmant und stilvoll. Ich springe noch schnell in das Restaurant Pink Panda auf der anderen Straßenseite und versuche mir so die verlorene Energie zurückzuholen. Mein Plan geht nur bedingt auf, denn ich bin schlicht zu müde und ich schlafe in der Sekunde ein, als ich zurück im Hotel bin und mein Gesicht das Kissen berührt. Die Fahrt zurück zum Flughafen am nächsten Morgen bei Tageslicht holt alte Erinnerungen an vorige Manila-Aufenthalte zurück. Den Verkehr kann man nur mit sehr wohlwollender Auslegung als zähflüssig beschreiben, wobei ich bei jeder Kreuzung Bedenken habe, ob nicht gleich der Pfosten, der die unzähligen Kabel trägt, unter der Last zusammenbricht. Bitte machen Sie sich bei einem Aufenthalt in Manila mal den Spaß darauf zu achten. Wie viele Kabel kann man in einer Stadt verlegen? Und wie chaotisch sieht das Ganze dann aus? In Manila bekommen Sie die Antwort.

Der Inlandsflug mit Cebupacific ist erstaunlich pünktlich und in Ordnung. Der Sitzabstand ist zwar so gering, dass er die Air Berlin noch gut aussehen lässt, aber ansonsten bin ich recht zufrieden. Ein farbiges Lutschbonbon beim Aussteigen gibt es auch noch dazu.

Die Fahrt in den Südzipfel von Leyte ist spannend. So spannend wie ein Formel1-Rennen. Ich fühle mich nämlich genau wie in einer Verfolgungssituation um Platz eins. Der Fahrer ist der Knaller: er begrüßt mich im Auto mit den Worten, dass ich in den nächsten vier Stunden ein Teil seiner Familie bin. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das deuten soll, aber der Bursche rast wie man früher in Kinderbüchern Geparde beschrieben hat. Will sagen, unfassbar schnell. Im Hotel berichten auch andere Gäste von den erfrischend zackigen Manövern des Hotelfahrers. Seine Familie kommt auf jeden Fall schnell von A nach B.

Nun aber zum Hotel. Das Pintuyan Dive Resort ist in meinen Augen eine Perle für Taucher. Unter der Voraussetzung, dass man weiß was man erwarten darf und was man erwarten kann. Herz und Seele des Resorts ist der Inhaber Ralf Jockel. Ralf ist der bodenständigste, bescheidenste und fleißigste Hotelinhaber, den man sich vorstellen kann. Er werkelt, er macht, er schraubt und er taucht. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und ich weiß genau, der Typ investiert alles, was er kann. Zum Wohle seiner Gäste.

Das kleine Örtchen Pintuyan (daher der Hotelname) ist maximal „ab vom Schuss“. Das muss man wissen. Und zwar nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Bei meiner Ankunft im Hotel war Ralf leider nicht im Hotel, was mich schon ein wenig überrascht hat, denn wir hatten eine Woche vorher noch über meinen Aufenthalt gesprochen und da hieß es, er sei auf der Anlage. Von den anderen Gästen habe ich dann aber relativ schnell erfahren, was der Hintergrund war, und zwar ein kaputter Kompressor! Ausrufezeichen! In manchen Orten wird dann ein Techniker bestellt oder man kauft eben das defekte Ersatzteil im Fachmarkt in der nächsten Großstadt. In Pintuyan gibt es allerdings beides nicht. Nicht mal im Ansatz. Entsprechend musste Ralf einen Zwei-Tagestrip unternehmen, um auf der Nachbarinsel Cebu einen neuen Ersatzkompressor zu kaufen, und um diesen wiederum dann mit der Fähre nach Pintuyan zu transportieren. Ein irrer Aufwand. Für die Gäste extrem bitter, für Ralf ein Desaster in jeder Hinsicht und ein klassisches Beispiel dafür, was hier passieren kann. Klar, so etwas passiert sehr selten, aber wenn man „abgelegen“ in einer Ausschreibung liest, klingt das idyllisch und nicht touristisch. Beides ist richtig, aber dazu gehört eben noch einiges mehr. Ralf tut aber immer was er kann, das ist ein Fakt. In der Tat kommen sehr viele Gäste ins Pintuyan Dive Resort nur WEGEN Ralf. Er ist ein prima Kerl und ich mag ihn von Herzen gerne.

Abendessen gibt es im Pintuyan Dive Resort immer gemeinsam an einem großen Tisch zu einer bestimmten Zeit. Das ist kommunikativ und man lernt schnell alle Gäste kennen. Es gibt ohnehin nur fünf große, geräumige Bungalows und fünf einfache Hotelzimmer. Während meines Aufenthalts sind wir zu zwölft, eine prima Zahl. Nicht zu viele und nicht zu wenige.  Am nächsten tauchfreien Tag helfen viele Gäste mit, den neuen Kompressor einzurichten und den alten Kompressor zu reparieren. Jürgen beispielsweise ist ein Stammgast und aus dem gleichen Holz wie Ralf geschnitzt. Hilfsbereit, herzlich und kommunikativ. Er wirkt an diesem Tag wie ein Teil des Hotelteams, so sehr bemüht er sich, alles wieder ins Laufen zu bringen. Ich finde das großartig und mehr als bemerkenswert. Als Ingenieur ist er hier definitiv eine große Hilfe. Am Ende des Tages läuft alles, zwar noch nicht ganz so wie es am Ende sein soll, aber wir können wieder tauchen. Die Freude und die Erleichterung bei allen Gästen und beim Staff sind greif- und spürbar.





Das Tauchen vor Leyte ist großartig. Bekannt geworden ist Leyte vor allem wegen der Walhaie, die hier meistens in der Zeit zwischen Dezember und Juni anzutreffen sind. Seit 2009 bieten wir nun das Pintuyan Dive Resort an und bisher waren die Walhaie sehr zuverlässig zu sehen. Dieses Jahr haben sie sich leider etwas rar gemacht. Über das warum und weshalb kann man nur spekulieren, aber ich würde es mal pauschal auf das Wetter schieben. Der ganze Sommer 2016, also die Trockenzeit, auf den Philippen dauerte ca. drei Monate länger (!) als sonst, obwohl der Wechsel der Jahreszeiten bisher immer sehr zuverlässig war. Da scheint irgendwas aus den Fugen geraten zu sein, was sich hier wohl auch auf diese Art bemerkbar macht. Dazu muss man sagen, dass Ralf jahrelang als Tauchbasenleiter auf der Nachbarinsel Bohol gearbeitet und Tagestouren nach Leyte angeboten hat, um dort die Wahlhaie zu sehen. Den vermeintlich besten Ort für Sichtungen hat er sich gemerkt und dies war eben genau dort, wo sich jetzt sein Hotel befindet. Sprich, diesen Bereich hat er über Jahre beobachtet und ganz bewusst ausgewählt. Ich bin optimistisch, dass sich genau das auszahlt und die Walhaie in den nächsten Jahren wieder genauso regelmäßig anzutreffen sind, wie sie es viele Jahre davor auch waren. Aber auch ohne Walhaie handelt es sich um ein fantastisches Tauchgebiet! Das möchte ich besonders herausstellen, nur wie so oft spielt die Erwartungshaltung eben hier eine gewichtige Rolle.



Das Tauchgebiet rund um Süd-Leyte ist vor allem eines: ursprünglich. Bis auf den sehr bekannten Tauchplatz Napantao in einem geschützten Nationalpark ist man hier überall alleine und dementsprechend intakt ist die Unterwasserwelt. Die meisten Tauchbasen auf Leyte machen Tagestouren, um zu den Spots direkt vor der Haustür des Pintuyan Dive Resorts zu gelangen und so eine Chance auf Walhaie zu haben.

Das Highlight dieser Region ist aber Napantao: ein gewaltiger Tauchplatz. Schon beim Abtauchen spüre ich dieses hektische Flickern in meinem Bauch, was ich mit einer Mischung aus Nervosität und Vorfreude bei besonderen Tauchplätzen beschreiben würde. Das Briefing war vielversprechend und das Strahlen in Ralfs Gesicht beim Reden über Napantao war äquatorbreit, weshalb ich bestimmt ein halbes Dutzend Mal die Funktionstüchtigkeit meiner Kamera überprüft habe. Bloß keine technischen Aussetzer! Zu Beginn tauchen wir an einer steilen Wand entlang, die jeden Fotografen locker einige Tauchgänge beschäftigen könnte. Sie ist üppig bewachsen, und zwar so dicht, dass man alle Regenbogen-Farben auf einem Bild vereinen könnte. Stark. Als ich meinen Blick von der Wand nur ganz kurz zur Seite wandern lasse, kommt etwas Großes auf mich zu. Ein riesiger, die ganze Flanke einnehmender Fischschwarm, bestehend aus einem einzigen zuckenden Silber. Ich liebe Fischschwärme, ehrlich gesagt würde ich sie (fast) jedem Hai vorziehen. Die Bewegungen und die Geschlossenheit als Gruppe üben etwas faszinierendes und magisches auf mich aus, das ich kaum beschreiben kann. Ich könnte diesem Biest von einem Fischschwarm ewig zusehen, aber da ich eh schon der letzte in der Gruppe bin, muss ich wieder ein bisschen aufholen. Meine Kamera piepst zufrieden. Zum Glück sind zwei Fotografen nur wenige Meter vor mir an einer Spalte des Drop-Offs „hängen geblieben“ und blitzen fleißig in die Höhle, weshalb ich schnell wieder aufschließen kann. Eigentlich hätte ich meine Kamera gleich ohne Pause durchlaufen lassen können, so viel wie es hier zu sehen gibt. Als wir über eine leichte Steigung durch ein Loch im Riff, das einer Autoauffahrt gleicht, wieder etwas auftauchen, öffnet sich uns auf perfekter Austauch-Tiefe ein reich bewachsener Korallengarten. Die Sonne scheint sanft ins Wasser und rundet das wunderschöne Bild ab. Ich liebe es, wenn die Szenerie so stimmig ist. Wir haben schon knapp 50 Minuten durch, aber keiner aus der Gruppe denkt ans Auftauchen. Es gibt einfach zu viel zu entdecken. Unter einem Felsblock erspäht unser Tauchguide einen schlafenden Weißspitzenhai, den natürlich alle auf ihren Datenchip bannen wollen. Nach 75 Minuten bin ich dann aber schließlich durch und gebe das Signal als Erster auftauchen zu wollen. Ich kann mich an der Oberfläche auf dem Tauchboot entspannt trocknen, bis der Rest der Gruppe nach knapp 25 weiteren Minuten mein Sonnenbad unterbricht. In der Mittagspause sprechen wir kurz über den zweiten Tauchgang, aber das ist schnell erledigt, denn es gibt keine zwei Meinungen: wir machen genau den gleichen Tauchgang nochmal! Ehrlich gesagt habe ich das so noch nicht erlebt, aber ich befürworte die Entscheidung maximal. Der Tauchplatz war ein Brecher, einer der schönsten der ganzen Philippinen, in meinen Augen.



Das Tauchen auf Leyte ist Freude pur, so geht es mir zu mindestens. Dass die Walhaie nicht da sind, fällt mir gar nicht auf, denn die großen Dinge rücken ganz schnell in den Hintergrund und werden durch kleine ersetzt. Alles eine Frage der Herangehensweise. Bei einem Tauchgang sehe ich zwei Pygmäen-Seepferdchen und es wartet keine Gruppe von zehn Tauchern hinter mir. Ganz in Ruhe kann ich mir die kleinen Tarnungskünstler ansehen, sie beobachten und bewundern. Bei einem Dämmerungstauchgang sehen wir Mandarinenfische. An jedem Riffblock. Es ist herrlich.



Die Abreise aus Leyte fällt mir schwer. Es war ein herzliches Zusammensein, Taucher-Stempel werden ausgetauscht und alle drücken sich. Mein Tauchguide hat ein besonderes Abschiedsgeschenk für mich, und zwar hatte ich seinen silbernen Armreif am Tag zuvor bemerkt. Er hat mir ganz stolz erklärt, dass er diesen aus einem ganz normalen Löffel angefertigt hat…!? Verbogen und geschliffen. Einfach und simpel, aber doch irgendwie sehr schick. So macht man das in Pintuyan. Ich freue mich riesig über diese irre nette Geste.

Preisbeispiel Pintuyan Dive Resort: 2 Wochen ab € 1.636,– pro Person inklusive Flug ab Deutschland, Inlandsflug, Transfer, Hotel im Doppelzimmer, Vollpension zzgl. Flugsteuern ca. € 400,– / 10 Tauchgänge € 252,–

Auf dem Weg zurück zum Flughafen zeigt sich der Fahrer deutlich gemäßigter, weshalb ich die Fahrt richtig genießen kann. Die vorbeiziehenden Palmenwälder im satten Grün wirken irgendwie entspannend. Dazu ist das Licht sehr warm. Wir fahren mit geöffnetem Fenster, so dass wir alle die Tropen riechen können. Die Luft schmeckt nach Gewitter. Manchmal braucht es nur wenig und eine solche Fahrt wird etwas Besonderes.

NEGROS – SIPALAY / TAKATUKA LODGE

Weiter geht es nach Negros, eine der bekanntesten Taucherinseln auf den Philippinen. Mein Ziel ist der kleine Ort Sipalay auf der Westseite der Insel, genauer gesagt der Sugar Beach, wo sich das Hotel Takatuka Lodge befindet. Dieser Teil von Negros ist allerdings tatsächlich (noch) weitestgehend unbekannt. Den Namen Sugar Beach finde ich im Übrigen fabelhaft und ich frage mich, warum er nicht häufiger verwendet wird?! Zuckerstrand! Sympathischer geht es doch kaum?! Dazu muss man sagen, dass es auf den Taucherinseln der Philippinen relativ selten richtig schöne Strände gibt. Oftmals sind sie einfach extrem gezeitenanfällig, sprich bei Ebbe sind sie alles andere als traumhaft, oder aber die Korallen reichen bis sehr nahe ans Ufer heran. Tatsächlich gibt es nur eine Handvoll gute Taucherdestinationen mit schönen Sandstränden auf den Philippinen. Der Sugar Beach bei Sipalay ist genau ein solcher Spot! Der Strand ist helldunkel, so breit wie ein Fußballfeld und so lang wie eine Landebahn auf einem internationalen Flughafen. Will sagen: riesig. Dazu wird er an den beiden Flanken durch filmreife Felswände und auf der Landseite durch einen sattgrünen Bilderbuchpalmenwald begrenzt. Wer eine Drohne besitzt, hat hier definitiv seinen Spaß, denn die Luftaufnahmen vom Sugar Beach sind mehr als beeindruckend. Postkartenmotive!



Und genau an diesem Strand liegt die Takatuka Lodge. Die Fahrt vom Flughafen Bacolod auf Negros nach Sipalay dauert ungefähr vier Stunden, weshalb ich mich vorher noch ein wenig stärken möchte. Das Gespräch mit dem Taxifahrer, kurz nach dem Einsteigen, verläuft so:

Ich: Könnten wir vielleicht vorher noch irgendwo etwas essen?

Taxifahrer: McDonalds?

Ich: Nein, asiatisches Essen wäre klasse!

Taxifahrer: McDonalds?

Ich: Nein, gibt es noch irgendwas anderes?

Taxifahrer: McDonalds?

Wort für Wort ist es genauso abgelaufen. Wir fahren also zu McDonalds, ich esse meinen landestypischen McChicken und spendiere dem Taxifahrer für seine Bemühungen noch einen Hamburger. Prima, diese Garküchen hier….

Was mir immer wieder auffällt: viele Taxis, einheimische Busse und auch sonstige Autos haben oft auf dem Heck ein Schild, auf dem steht „How’s my driving?“. Sprich: Wie ist meine Fahrweise? Dazu wird gleich immer noch die entsprechende Telefonnummer angegeben. Ich bin mir sicher, in Deutschland würde das zur Überlastung des Funknetzes führen, so gerne wie man hier die Fehler der anderen herausstellt. Aber auch hier gibt es eine motivierte Mitteilungskultur im Straßenverkehr, nur regeln die Menschen das hier auf den Philippinen anders: Hupen ist hier quasi gleichbedeutend mit dem Fuchsschwanz der 90er Jahre, es gehört zu einem „männlichen“ Auto einfach dazu. Das Ergebnis: es wird mehr gehupt als gebremst. Daran muss man sich auch erst mal gewöhnen. Aber irgendwie ist es auch lustig. Vor allem ist das Hupen in den seltensten Fällen böse gemeint, im Gegenteil, es dient hier häufiger als Warnung. Wobei eben auch davor „gewarnt“ wird, wenn man auf der Straße geradeaus fährt…

In Sipalay angekommen wartet die erste Besonderheit auf mich. Den Sugar Beach erreicht man nämlich nicht auf dem Landweg! Man muss mit einem Boot übersetzen und damit um die oben erwähnten Felswände herum. Das hat ein wenig Abenteuercharakter, dafür wird man aber, sobald man die Felskante auf der einen Seite passiert hat, mit einem großartigen Blick auf die gesamte Breite des Strandes vom Wasser aus entschädigt. Sobald das Boot am Strand anlegt, heißt es Schuhe aus, die Füße ins Wasser und dann über den Sand ins Hotel. So fühlt sich Urlaub an.

Umgeben von Palmen, aber immer noch am Strand, warten bereits die Inhaber Kathie & Kalle mit einem Cocktail auf mich. Ich war ja bereits einmal hier und trotzdem bin ich aufgeregt. Nicht irgendwie nervös, sondern positiv hibbelig. So als ob ich an einen lange vermissten Ort zurückkehre. An meinen ersten Besuch in der Takatuka Lodge kann ich mich noch gut erinnern, genauso wie an die Tatsache, dass dieser Besuch viel zu kurz war. Das liegt nun hinter mir, denn ich bin wieder da!

Als wir ein wenig später gemeinsam die Hotelanlage durchqueren und Kalle mir die neuen Zimmer zeigt, bekomme ich eine Gänsehaut. Unglaublich was hier an Arbeit, Planung und Detailliebe investiert wird. In diesem Hotel herrscht einfach eine einzigartige Atmosphäre. Ich weiß, das liest man immer wieder und so etwas ist auch schwer zu beschreiben bzw. zu transportieren, aber die Takatuka Lodge ist in der Tat außergewöhnlich. Besonders und außergewöhnlich sind sicherlich die beiden häufigsten Wörter, mit denen unsere Kunden das Hotel nach Ihrem Aufenthalt beschreiben. Und das aus gutem Grund! Zunächst einmal sieht jedes Zimmer komplett anders aus und steht unter einem Motto. Beispiele gefällig? Da wären Disco 70er, MadMix, Rockstar, Nautilus (!), Golden Empire, Rockadelic, El Castillo… Insgesamt gibt es 12 Zimmer, alle unterschiedlich groß, alle unterschiedlich gestaltet und alle unterschiedlich ausgestattet. Doch damit nicht genug. Überall im Resort findet man kleine Feinheiten, die einen zum Lachen bringen. So gibt es am Strand kleine Fußduschen in einer Muschel, die Toiletten rund ums Restaurant sind mit einem Koffer gekennzeichnet und im Restaurant sind die Säulen mit Taschenrechnern verkleidet. Generell ist das Restaurant ein Sammelsurium an kuriosen Kleinigkeiten. Ich bin mir sicher, hier macht jeder Gast einige Bilder, um die lustigen Details festzuhalten. Stichwort Restaurant, bei der Speisekarte geht es genau so weiter und am ersten Abend hat man viel zu lesen, so viel steht fest. Kikeritzel, Röstizza oder Beeefyreta sind Klassiker im Restaurant der Takatuka Lodge. Dazu muss man betonen, dass die Küche fantastisch ist. Und mit fantastisch meine ich überragend. In meinem Kopf lege ich mir schon einen Plan zu Recht, wann ich welches Gericht essen werde. Alles klingt so lecker! Diesen Plan kann ich nur leider nicht einhalten, denn einige Gerichte waren schlichtweg so gut, dass ich sie kurzfristig ein zweites Mal bestellen muss. Die Küche ist unglaublich, hier verdient sich die Takatuka Lodge wirklich einen besonderen Pluspunkt.





Das Tauchen auf Sipalay! Die Tauchbasis ist Teil des Resorts, was selbstredend sehr angenehm ist. Raus aus dem Bett, ein leckeres Frühstück genießen und ab geht es zu den Sipalay Divers. Jeder Taucher hat seinen eigenen Bereich mit Namen, Hänger und Box. Das ist der Luxus, wenn man Platz hat, vor allem nachdem die Zahl der Taucher ohnehin begrenzt ist. Es folgt ein Briefing an einer anschaulichen Karte und dann geht es über den Strand zum Boot. Wir fahren einen der Signature-Spots von Sipalay an, und zwar den am weitesten entfernten Tauchplatz Mad Max. Der Name verspricht Endzeit-Stimmung und bei der Ankunft sieht man auch sofort was es damit auf sich hat. Es handelt sich um eine stillgelegte Kupfermine, bei der man durch die riesigen Stützsäulen des Docks hindurch tauchen kann. Der Himmel ist gräulich bedeckt, was die dunkle Atmosphäre noch verstärkt. Die rostigen Kräne und die gewaltigen Metallkonstruktionen sehen aus wie ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Ich komme mir vor wie ein Forscher, der ein verloren gegangenes Paket suchen soll. Oder wie James Bond, der die vermeintlich radioaktive Insel von Dr. No untersuchen soll. Die Dunkelheit über Wasser, setzt sich unter Wasser fort, was den Spaß aber definitiv verstärkt. Um einen Autoreifen herum entdecken wir einige schöne Schnecken, einen jungen Emperor Angelfish und einen jungen Harlekin Sweetlipfish. Weiter in der schwarzen Tiefe taucht ein Riffblock vor uns auf, bei dem man die Umrisse nur schwer erkennen kann. Viel Licht kommt hier unten wirklich nicht an, obwohl es ca. 11 Uhr morgens ist. Wir tauchen einmal im Kreis und werden auf der Rückseite von drei zappelnden Geistermuränen überrascht. Für mich ist das eine Premiere und ich bin erstaunt wie dünn diese Muränen sind. Das hat wirklich etwas geisterhaftes, wobei die gelb-blau-lila Färbung dies wieder ein wenig aufhebt. Wie lose Fäden schlängeln sie sich durch die Öffnungen im Riff. Es ist in der Tat zu dunkel, als dass ich einen schönen Film machen könnte, aber das nehme ich sportlich. Eine spannende Beobachtung, gar keine Frage. Wir tauchen weiter Richtung Land und damit zu den mächtigen Säulen. Das Wasser verliert ein wenig an Dunkelheit und färbt sich jetzt dunkelblau. Zeit für den Forscher, in das Gebiet von Dr. No einzudringen. Ein weiterer Fels versperrt uns den Weg und dieses Mal habe ich mehr Glück, denn in einem einzigen Loch haben sich drei Geistermuränen niedergelassen. Sie wirken wie die letzten Bewacher des geheimen Docks. Als ich wieder aufblicke, sehe ich den ersten Stützpfeiler vor mir. Ein Schwarm von Fledermausfischen patrouilliert durch das mittlerweile leicht milchige Wasser. Klare Sicht wäre sicherlich jetzt gut, um die gesamte Peripherie einzufangen, aber zu der aktuellen Atmosphäre passt es fantastisch. Ich tauche weiter unter das Dock und links und rechts erkenne ich weitere Pfeiler. Kathedralenstimmung. Per Video ist das Gefühl dieses Tauchplatzes nur schwer einzufangen, aber ich für meinen Teil habe das verlorene Paket gefunden und Dr. No ausspioniert. Mad Max ist ein klasse Tauchplatz! Sicherlich nicht für jeden Geschmack, aber ich fand es richtig stark.



Nach einer Oberflächenpause geht es weiter zum zweiten Tauchplatz, wobei ich gleich vorweg schicken möchte, dass mich eigentlich alle Tauchplätze begeistert haben. In Sipalay findet man wunderbares Südostasien-Tauchen, sprich zahlreiche bunte Korallenfelder und viele „kleine Sachen“. In quasi jeder Spalte gibt es etwas zu sehen, wenn man ein wenig Geduld mitbringt. Besonders schön ist die Begegnung mit einer Sepia, die wie ein Ufo über einem Schwamm schwebt und ganz langsam an diesem zu „nuckeln“ anfängt. Ich bin leider kein Biologe und beschreibe diesen Vorgang garantiert falsch, aber genau so sieht es aus. In aller Ruhe steckt sie immer wieder ihren Rüssel in den Schwamm und saugt an etwas. Das hatte definitiv etwas von einem Science-Fiction-Film. Ich konnte die Szene wunderbar filmen und Sie finden das Video hier auf unserer Facebook-Seite. Außerdem habe ich zum ersten Mal eine schlafende Seeschlange gesehen, immer wieder teilen flinke Fischschwärme unsere Tauchgruppe und an Clownfischen kann ich mich ehrlich gesagt nie satt sehen.

Einen Tauchplatz wollte ich aber unbedingt nochmal erleben, und zwar den Spot Juliens Wrack. Bei meinem letzten Besuch war ich für einen Nachttauchgang hier und dieses Mal wollte ich dieses wunderschöne Wrack unbedingt bei Tageslicht bestaunen. Der Frachter liegt mit sieben Metern in vergleichsweise geringer Tiefe und ist leicht zu betauchen. Wobei leicht zu betauchen die Gegebenheiten noch untertrieben beschreibt, denn man springt ins Wasser und das Wrack ist direkt da. Kein vorsichtiges Annähern, keine sich langsam abzeichnenden Umrisse, sondern BAMM, das Wrack ist einfach da. Wer jetzt denkt, dass dies die Qualität des Tauchplatzes mindert, irrt gewaltig, denn der entscheidende Vorteil ist das sensationelle Licht. Hinzu kommt, dass das Wrack extrem lebendig ist, so viel Fisch schwirrt um dieses künstliche Riff herum. Man könnte das Wrack auch „München“ taufen: viel zu wenig Platz für viel zu viele Interessenten. Ich möchte gar nicht anfangen, die Fischarten aufzuzählen, denn es sind schlichtweg zu viele. Das Wrack ist in drei Teile zerbrochen, liegt seitlich und bietet mehr als zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten, entsprechend viel gibt es zu entdecken. Das glasklare Wasser plus die einfallende Sonne bieten eine Szenerie, die ich als Tauchertraum bezeichnen würde. Überraschend, dass bisher kein Fotograf hier mal so richtig auf den Auslöser gedrückt hat. Bilder von dem Wrack kenne ich nämlich kaum. Ich tauche lediglich an der offenen Seite entlang und habe schon fünf Minuten Material auf meiner GoPro, soviel gibt es zu filmen. Eine Seitenöffnung wirkt wie versperrt, denn eine Wand aus Glasfischen schillert wie eine wabernde Tür. Alleine daran kann ich mich kaum sattsehen und packe sicherlich 5 bis 8 Filme auf meine Speicherkarte. Als ich endlich weitertauche signalisiert mir unser Tauchguide, dass das keinen Sinn mit mir macht, denn ich brauche einfach zu lange. Ab jetzt tauchen alle frei, der Tauchplatz ist  ja einfach und überschaubar, so dass alle sechs Taucher tauchen können wie sie wollen. Das hat er zwar beim Briefing als Möglichkeit angekündigt, aber ich war mir nicht sicher, ob ich das Angebot annehmen würde. Jetzt bin ich heilfroh darum. Als ich ums Eck tauche, sprudeln weitere Fische aus allen Luken des Wracks. Es ist eine echte Freude. Am Ende werden es 47 einzelne Filme, die ich von Juliens Wrack mache und eigentlich ist keiner von ihnen ein Flop. Pures Leben, satte Farben, feine Action und offensichtlicher Spaß. Ein Spitzentauchplatz, der meiner Meinung nach völlig unter Wert verkauft wird. Wieder an Bord des Tauchbootes teilen auch alle meine Meinung, was mich sehr beruhigt. Man weiß ja nie, ob der Eindruck doch sehr subjektiv war.



Als meine Tage in der Takatuka Lodge zu Ende gehen, habe ich ganz sicher zugenommen. Aber abgesehen von der tollen Küche ist das Resort wirklich ein faszinierendes Fleckchen. Der Strand ist so schön und breit, dass ich manchmal schlichtweg zu faul war, von meiner Liege über den Sand ins Wasser zu gehen. Und das will was heißen. Die Anlage ist so wohlfühlig, dass man sich hier wirklich schnell heimisch fühlt. Die Phase des „Ankommens“ geht hier ganz schnell in die Phase des „Genießens“ über. Dazu finde ich das Tauchen vor Sipalay klasse. Keine Ahnung warum dieser Ort in den großen Reportagen immer ein wenig im Schatten der anderen Tauchspots bleibt, denn auch wenn man vielleicht nicht den einen ganz „großen“ Tauchplatz mit einem glitzernden Namen hat, die Qualität der Tauchplätze ist prima. Typisches Asientauchen! Hinzu kommen dann natürlich auch noch der erwähnenswerte tolle Service der gesamten Crew und die Gastgeber Kathy und Kalle, die hier wirklich ihr Herz in der Anlage lassen. Unglaublich, was die beiden hier auf die Beine gestellt haben. Besonders ist noch, dass immer noch ein zusätzlicher deutscher Mitarbeiter oder eine deutsche Mitarbeiterin als „Hilfe für alles“ im Hotel mitwirkt, was für den deutschen Gast ebenfalls eine tolle Hilfe und sicherlich eine Erleichterung ist.

Preisbeispiel Takatuka Lodge: 2 Wochen ab € 1.273,– pro Person inklusive Flug ab Deutschland, Inlandsflug, Transfer, Hotel im Doppelzimmer, Frühstück zzgl. Flugsteuern ca. € 450,– / 10 Tauchgänge € 240,–

Ganz früh morgens bringt mich dann mein Bootstransfer zurück ans Festland. Ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll, denn natürlich möchte ich es nicht übertreiben, aber das Gefühl ist definitiv ein klein bisschen seltsam, so zurück in der Welt mit Straßen und vielen Menschen zu sein. Am Sugar Beach ist man für einige Zeit irgendwie  abgeschnitten vom Rest der Welt, man läuft nur barfuß herum und lebt so – völlig anders als sonst – in seinem kleinen Kosmos aus Strand, Relaxen, Essen und Tauchen.

Entsprechend kontrastreich ist dann auch die Taxifahrt. Wir überholen zahlreiche knatternde Mopeds und ich bin fasziniert bis irritiert wie viele Menschen auf so ein Moped passen. Plus Gepäck, Hühner und Ernte. Rechts überholen ist gängiger Standard, teilweise muss man als Fahrer auch richtig ruhig bleiben und abwartend hinter einem solchen Heer von Mopeds hinterher tuckern bis sich die Gelegenheit bietet, ein Überholmanöver zu starten.

PALAWAN / COOPERS BEACH RESORT

Zurück am Flughafen Bacolod, geht es für mich weiter auf die Insel Palawan. Wenn man eine Karte zur Hand nimmt, findet man Palawan am linken, sprich westlichen Rand der Philippinen. Die Insel gilt unter Tauchern immer noch als Geheimtipp, vor allem weil es so gut wie keine Taucherhotels an der langgezogenen Küste gibt. Dafür aber einen nagelneuen Flughafen, der sogar bereits internationale Flüge bekommen hat. Auf dem Flug beschäftigt mich eine Frage, und zwar ganz einfach weil ich immer wieder damit konfrontiert werde. Warum muss heute eigentlich jeder heranwachsende Mann Kopfhörer tragen? Egal ob im direkten Gespräch, im Restaurant oder auf der Toilette, die Ohren sind immer bedeckt. Vermutlich werde ich einfach alt und fühle mich wie mein Opa, der die Beatles viel zu laut fand. Trotzdem würde mich die Antwort auf meine Frage interessieren.

Palawan, das ist für mich eine besondere Geschichte, denn erfreulicherweise war ich 2011 dabei, als das Hotel Coopers Beach Resort kurz vor der Eröffnung stand. Damals lag das Team rund um den Berliner Frank Kessner in den letzten Zügen der Bauphase und hatte nur noch wenige Verschönerungsarbeiten zu erledigen. So war ich damals tatsächlich interessierter Beobachter, als das erste Mal Wasser in den Pool gelassen wurde. Für das Hotel definitiv ein spannender und historischer Moment. Seitdem arbeiten wir mit dem Hotel großartig zusammen und Frank und seine Frau Lydia sind mittlerweile auch Teil unseres Standteams auf der Messe boot. Die beiden haben dort immer einiges zu erzählen und viel zu zeigen, denn Palawan ist in den meisten Beschreibungen über die Philippinen noch nicht wirklich vorhanden.

Das Hotel befindet sich ca. eine Stunde nördlich der Hauptstadt Puerto Princesa, die zeitgleich auch der Zielflughafen ist. Die Anreise ist meines Erachtens ein schöner Vorteil von Palawan, denn ab Manila benötigt man lediglich noch einen Inlandsflug, einen kurzen Transfer und schon ist man am Zielort. Das ist deutlich einfacher als bei den meisten anderen Gebieten auf den Philippinen.

Als ich im Hotel ankomme, werde ich von Lydia und Frank auch gleich herzlich begrüßt. Das ist eben das Schöne, wenn man sich so lange kennt und auch schon einige besondere Situationen, wie zum Beispiel eine Woche an einem Stand auf der Messe boot, gemeinsam erlebt hat. Frank ist ein toller Gastgeber und er lebt diese Aufgabe mit ganzem Herzen. In Berlin war er Inhaber eines Szene-Restaurants, aber als er mit seiner Frau Lydia an dem Strandabschnitt des heutigen Coopers Beach Resorts vorbei spazierte, wollte er unbedingt diese Herausforderung hier auf Palawan annehmen. Er selbst nennt es „Liebe auf den ersten Blick“, was ich ihm seit Anfang an zu 100 % glaube. Ständig ist er auf der Suche nach Verbesserungen, wuselt durch die Anlage, um Abläufe zu optimieren, und hilft an allen Ecken und Enden. Wenn etwas unmöglich erscheint, dann macht Frank das Ding klar.

Während meines Aufenthalts darf ich wieder einer Premiere des Hotels beiwohnen, und zwar wird die neue „Lounge“ am Meer eingeweiht. Es handelt sich um ein altes, kleines Boot, welches kurzerhand in eine Sitzecke umfunktioniert wurde und nun einen wunderschönen Ausblick auf das Meer bietet.

Man merkt dem Hotel an, dass Frank offen für Vorschläge ist, und das ist absolut positiv gemeint. Da der Strand vor dem Hotel den Gezeiten ausgesetzt ist, hat er einen richtig soliden Steg in den Sand gebaut, damit die Gäste komfortabel auf das Tauchboot gelangen. Normale Liegen am Strand reichen ihm nicht, weshalb er einen schönen Relax-Pavillon am Strand errichtet hat. Dieser ist oft belegt und in der Tat unheimlich gemütlich. Parallel mit mir ist eine Gruppe aus Berlin im Hotel, Gäste die Frank noch aus Deutschland kennt und die gerne mal so ein richtiges Barbecue am Strand erleben möchten. Gefragt, getan, und schon steht innerhalb von drei Tagen ein echtes Grillfest im Kalender. Tische und Stühle werden in den Sand gestellt, Lichterketten aufgehängt und für Musik ist auch gesorgt, wenngleich die hippe Chartsmusik in den Tropen meinen Geschmack deutlich verfehlt. Aber das ist völlig egal, denn die Hauptattraktion ist die Sau von Franks eigenem, kleinen Bauernhof. Er hat tatsächlich ein extra Stück Land dazu gekauft, um so Hühner und Schweine in einem eigenen Stall zu halten. Dazu hat er extra Personal angeheuert, weshalb die Gäste immer frisches Essen aus eigener Produktion auf den Teller bekommen. Das Dorf und vor allem die Dorfkinder unterstützt Franks Familie ebenfalls, weshalb während des Barbecues Kinder und Jugendliche aus dem örtlichen Kindergarten eine kleine Aufführung darbieten. Sie freuen sich wie am Weihnachtsabend, als alle Gäste ihre Einlage beklatschen. Sogar die Küstenwache bekommt einen Teller ab, alle halten im Dorf zusammen. Es ist ein herrlicher Abend am Strand unter Palmen direkt am Meer. Frank und Lydia haben mit dem Coopers Beach Resort und der Tauchbasis, unter der Leitung ihres Sohnes Kevin, wirklich eine bemerkenswerte Oase geschaffen. Frank ist ein Macher, daran besteht kein Zweifel.






Als wir über das Tauchen sprechen, werden Frank und Kevin ein wenig nervös. Das Wetter ist völlig überraschend etwas unruhig, weshalb wir die Pläne für die Tauchausfahrten nur kurzfristig machen können. Mich entmutigt das keineswegs, denn – wie schon erzählt – hat sich die gesamte Wetterlage offenbar etwas verschoben. Erwähnenswert ist allerdings, dass es bis zu meiner Ankunft wochenlang nur Sonnenschein gab, weshalb sich mir der Gedanke aufdrängt, dass es ja vielleicht doch an mir liegt…

Als ich am nächsten Morgen aufwache, reiße ich direkt den Vorhang auf und blicke zum Himmel. Blau. Nichts als Blau. Die Palmen stehen ruhig im Wind und auch die äußersten Palmenwedel wippen nur minimal. Perfektes Wetter, der Tauchtag kann beginnen.

Das Tauchboot der Tauchbasis ist groß und komfortabel. Kevin und seine Crew tragen die Tauchboxen samt Equipment auf das Boot, wobei ich versuche, so gut es geht zu helfen. Die Crew lässt das allerdings nur bedingt zu und lächelt mich ganz lieb und freundlich aus dem Weg. Der Motor des Tauchbootes hat wohl zuletzt hin und wieder gestreikt, wobei mich so etwas ehrlich gesagt nicht mehr schockt. Damit muss man auf den Philippinen eigentlich immer rechnen. Egal wo. Als wir aufbrechen, spiegelt sich der Himmel im Wasser und nur unser Boot durchbricht die perfekte Oberflächenglätte. Es ist ein wunderschöner Tag und das merkt man deutlich auf dem Tauchboot. Die Stimmung ist glänzend und alle sind euphorisch, denn wir fahren zu dem am weitest entfernten Tauchplatz des Coopers Beach Resorts, der auch gleichzeitig einer der besten der Region ist. Das Panlima Riff liegt am Außenriff und es wird gleich tief nach unten gehen. Kevin erzählt etwas von Haien, wobei ich bei meinem überragenden Karma meine Hoffnungen nicht zu hoch ansetze. Als wir ein wenig langsamer werden, kann man bereits vom Boot aus den Grund durch das glasklare und türkisfarbene Wasser erkennen. Das Riff schimmert bunt und lebendig. Traumhaft.

Beim ersten Tauchgang gehen wir zackig nach unten zum zweiten Riffdach, um dann gleich weiter über die Kante und an der Steilwand hinab zu tauchen. Es zieht gewaltig und mein Tauchcomputer zeigt mir an, dass der Spaß in der Tiefe nicht allzu lange dauern wird… Die Wand ist fantastisch bewachsen und ich komme kaum dazu, meinen ersten Film zu speichern, als Kevin schon wie wild an seinen Tank klopft. Direkt auf mich zu schwimmt ein Weißspitzenhai, biegt dann kurz vor mir nach unten ab und versteckt sich in einer Felsspalte. Kevin ist happy, denn genau deshalb sind wir hier her gekommen. Als ich mich umdrehe passiert uns ein massiger Tunfischschwarm, und von da an ist der Rest nur noch eine Zugabe. Ein super Tauchplatz. Beim Aufstieg gerate ich in einen weiteren Fischschwarm und eine Schildkröte buddelt vor mir im Riff herum. Die Anfahrt hat sich wirklich gelohnt. Für den zweiten Tauchgang bleiben wir direkt am Panlima Tauchplatz und nehmen das erste, deutlich flachere Riffdach in Angriff. Dieses liegt auf angenehmen zehn Metern und bietet einen üppig bewachsenen Korallengarten, der jedes Taucherherz höher schlagen lässt. Man hat die Auswahl zwischen mehreren kegelförmigen Hügeln, die aussehen wie die Chocolate Hills unter Wasser, oder aber den dazwischen befindlichen, parkähnlichen Rifflandschaften. Alles voller Leben und das bei richtig tollen Sichtweiten. (Die Chocolate Hills, das sei noch angemerkt, gehören zu den bedeutendsten Touristenattraktionen der Philippinen. Es sind dicht bewachsene Hügel, die sich auf der Insel Bohol befinden und sich im Sommer braun wie Schokolade färben.) Unter einem der Hügel entdeckt Kevin tatsächlich einen schlafenden Weißspitzenhai, den ich dieses Mal sogar richtig schön, dank akrobatischer Verrenkungen, filmen kann. Die Zeit vergeht wie im Fluge, jeder taucht so ein bisschen für sich, da man sich bei dem klaren Wasser sowieso kaum aus den Augen verlieren kann. Und: Makro-Fans finden hier ganz sicher ein Paradies vor.



Das wirklich Schöne an dem Zielgebiet Palawan ist aber neben dem Tauchen die Vielseitigkeit. Ich höre es immer wieder, dass Kunden „auch mal raus aus der Anlage wollen“, um etwas zu unternehmen. Nun, das geht leider nicht bei allen Zielgebieten, aber auf Palawan ist das nicht nur eine Option, sondern ein MUSS. Auf der Insel gibt es nämlich richtig viel zu entdecken und zu erleben, und das ist in diesem Fall keine Werbefloskel. Das definitiv größte Highlight ist der Underground River, seines Zeichen eines der sieben Weltwunder der Natur. Das klingt nicht nur imposant, das ist es auch. Andere sehr bekannte Beispiele mit diesem Siegel sind der Tafelberg in Kapstadt, die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien oder die Insel Komodo in Indonesien. Prominente Gesellschaft also. Der Underground River liegt nur etwa eine Stunde vom Coopers Beach Resort entfernt, weshalb ich diesen Ausflug unbedingt machen will. Kein Problem für Frank, am nächsten Morgen steht der Trip für mich und vier weitere Gäste. Natürlich werden Touren dorthin regelmäßig vom Hotel aus angeboten, denn schließlich ist der Underground River eines der Aushängeschilder der Insel Palawan.

Zugegeben: ich bin ja schon so ein kleiner Location-Trophäenjäger und freue mich diebisch, dass ich bald einen Knaller gesehen haben werde, den sonst nur wenige auf ihrer Liste haben. Von daher bin ich vor diesem Ausflug besonders aufgeregt. Am Hafen angekommen ist schnell klar, dass es sich zwar um ein sehr touristisches, weil beliebtes Ziel handelt, professionelle Strukturen aber dennoch nicht vorhanden sind. Was ich allerdings auch schon wieder ein bisschen sympathisch finde. Der Ablauf ist nämlich folgendermaßen: bei Ankunft muss eine Gruppe angemeldet werden und bekommt daraufhin eine Startzeit, die durchaus schon mal zwei Stunden entfernt sein kann. Von daher sollten sich Besucher immer Sonnencreme und ein gutes Buch mitnehmen, um die Wartezeit zu verkürzen. Denn außer einem Basketballplatz, der sich sinnigerweise direkt am Bootseinstieg befindet und den bei der Hitze sowieso keiner verwendet, gibt es noch ein paar Buden, aber das war es. Geduld ist eine Tugend, die man auf vielen Reisen in tropische Länder sehr gut gebrauchen kann. Ich, als halber Karibianer, bin – im Gegensatz zu zuhause – auf Reisen die verkörperte Geduld und bestelle mir erst mal eine frische Kokosnussmilch in der Nuss. Danach gibt es noch einen leckeren Fruchtsmoothie und die restlichen handgestoppten 90 Minuten sitze ich im Schatten und lausche der blechernen Musik aus den Boxen des Wartebereichs. Hätte mir das mit dem Buch mal jemand gesagt. Egal, die Euphorie drückt so manche Langeweile weg. Als unsere Gruppe endlich in eines der vielen Boote springen darf und es losgeht, bin ich die ganze Fahrtzeit so ein bisschen auf der Suche nach dem Underground River und versuche ihn als erster zu entdecken. Wo mag er sich verstecken? Der knatternde Motor des kleinen Auslegerbootes unterbindet nämlich jedes Gespräch auf der parallel zum Ufer verlaufenden Fahrt. Als wir eine riesige Felswand passieren und nach einer 90 Grad Rechtskurve auf einen buchtähnlichen Strand zufahren, bin ich komplett von den Socken. Dieses Bild ist schlichtweg gesungene Fototapete. Kitschig schön mit bizarr blauem Wasser, Karstfelsen an den Seiten, einem Schäfchenwolkenhimmel und Palmen im Hintergrund. Wow. Für einen Moment vergesse ich warum ich hier bin, aber dann geht auf einmal alles zackzack. Als wir am Strand anlegen, gibt es nur einen kurzen Hinweis, welches unsere Bootsnummer ist, der Rest besteht aus „den anderen Touristen hinterherlaufen“. Einen kurzen Marsch durch den Dschungel später, kommen wir schließlich an einer kleinen Holzhütte an, an der Kopfhörer verteilt werden, wie man sie auch im Schloss Neuschwanstein bekommt. Man kann die Sprache einstellen und wird so tatsächlich endlich über diesen besonderen Ort informiert. Der nächste Bootsanleger ist kaum befestigt, was aber keine Rolle spielt, denn alle wollen nun unbedingt den „Untergrundfluss“  sehen. Als alle im Boot sind, paddelt unser Guide auch schon los und wir treiben in einem wunderschönen Gewässer auf einen riesigen schwarzen Schlund zu. Der Eingang in die Höhle ist gewaltig. Ich kann nicht anders als zugeben, dass ich sehr beeindruckt bin. Das hat wirklich etwas.

Als es dunkel wird, kann sich keiner der Magie dieses Ortes entziehen. Stalaktiten hängen von der Decke, Stalagmiten durchbrechen von unten das Wasser und Fledermäuse baumeln zu Tausenden in den vielen Spalten dieses Tunnels. Der Hinweis der Sprecherin aus dem Kopfhörer nicht mit offenem Mund nach oben zu schauen, ist definitiv goldwert. Es ist ganz still in der Dunkelheit, nur das plätschernde Wasser der Kanus bildet hier die passende Geräuschkulisse.

Sieben Kilometer verläuft der Fluss unter dem Massiv der Karstfelsen, wobei ca. vier Kilometer davon befahrbar sind. Geologen schätzen das Alter des Underground Rivers auf 23 Millionen Jahre. Das kann man schon mal wirken lassen. Besonders beeindruckend wird es, als wir einen domartigen Raum erreichen, der passenderweise „die Kathedrale“ genannt wird. Kaum vorstellbar was hier die Natur bewerkstelligt hat. Die Tour dauert ungefähr eine Stunde und ich habe jede Sekunde davon genossen. Was für ein Erlebnis!



Allerdings ist das nicht die einzige Tour, die man vom Coopers Beach Resort aus unternehmen kann, denn geboten ist wirklich einiges. Ich persönlich besuche noch einen Wasserfall, den man allerdings erst nach einem herausfordernden Marsch durch die Wildnis erreicht. Das belohnende Bad im Becken des Wasserfalls ist ein Traum und ich lasse es mir auch nicht nehmen, von einem Felsen meine Klippenspringerfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Der Guide nickt mir mehrfach motivierend zu, als ich ihn frage, ob ich von der Anhöhe auch wirklich herunterspringen kann. Ein toller Ausflug, der wirklich viel Spaß macht.




Unterm Strich kann ich sagen, dass das Coopers Beach Resort und die Insel Palawan meine Erwartungen übertroffen haben. Ganz einfach, weil das Paket richtig klasse ist. Das Tauchen, das Hotel und die Ausflüge sind große Pluspunkte für einen schönen, abwechslungsreichen (Tauch-) Urlaub. Einen Badestrand, darf man aufgrund der Gezeiten, allerdings nicht erwarten. Das sollte man wissen, dafür bietet Frank seinen Gästen aber immer wieder Ausfahrten zu vorgelagerten kleinen Sandbänken an, die wiederum herrlich zum Relaxen sind. Wie gesagt, Frank und sein Team finden Lösungen und kümmern sich großartig um ihre Gäste.

Preisbeispiel Coopers Beach Resort: 2 Wochen ab € 1.386,– pro Person inklusive Flug ab Deutschland, Inlandsflug, Transfer, Hotel im Doppelzimmer, Halbpension zzgl. Flugsteuern ca. € 400,– / 10 Tauchgänge € 260,–

Die Philippinen. Es war wieder einmal eine tolle Reise mit vielen unterschiedlichen Facetten, einigen Überraschungen und traumhaften Momenten. Die richtige Erwartungshaltung ist bei einer Reise auf die Philippinen sicherlich wichtig, aber wenn man hier halbwegs gut vorbereitet ist, kann man definitiv eine wundervolle Zeit vor Ort erleben…

PHILIPPINEN / TAUCHSAFARI TUBBATAHA RIFF

Sehr passend ist an dieser Stelle eine Neuigkeit, die ich gerne auf diesem Wege kommunizieren möchte. Wir können seit Ende September auch Tauchsafaris zu dem weltbekannten Tubbataha Riff anbieten. Der Hintergrund ist ebenso einfach wie ideal, denn das Tauchschiff gehört zum Coopers Beach Resort. Man erreicht das Tubbataha Riff nämlich von Palawan aus, weshalb es für Frank Kessner und sein Team tatsächlich Sinn macht, diese Kombination ab 2018 anzubieten.

Das Tubbataha Riff ist für viele Taucher einer der besten Tauchspots der Welt. Die Artenvielfalt plus die sehr gute Chance auf Großfisch sind hierfür die Hauptgründe. Aufgrund der Wetterbedingungen wird das Tubbataha Riff allerdings nur von Ende April bis Mitte Juni angefahren werden. Deshalb sind die Kapazitäten begrenzt.

Wir freuen uns sehr, dieses außergewöhnliche Zielgebiet nun endlich anbieten zu können – noch dazu mit unserem langjährigen Partner Coopers Beach Resort.

Genauere Informationen inklusive Tourenbeschreibungen finden Sie auf unserer Homepage.



HURRICANE IRMA

Abschließend noch eine kurze Information hinsichtlich des Hurricanes Irma, der ja leider sehr großen Schaden auf einigen Inseln in der Karibik hinterlassen hat. Wir waren hiervon auch betroffen, weil wir einige Gäste in diesen Gebieten hatten. Erfreulicherweise waren alle sicher und gut versorgt. Wir haben auf unserer Homepage eine Seite eingerichtet, auf der wir Sie über den aktuellen Stand der jeweiligen Destinationen auf dem Laufenden halten und Ihnen beschreiben wie es vor Ort aussieht bzw. was passiert ist. Zum Glück sind viele Gebiete deutlich glimpflicher davon gekommen, als man es hätte vermuten können. Die Florida Keys beispielsweise sind mittlerweile schon wieder voll für Touristen zugänglich, fast alle Hotels, Geschäfte und Restaurants haben geöffnet und der Alltag ist demnach bereits wieder zurückgekehrt. Lediglich die kleineren Keys in der Mitte sind stärker betroffen gewesen, diese sind aber ebenfalls schon sehr weit mit den Aufräumarbeiten. Cuba wurde nur gestreift, weshalb keines unserer Hotels betroffen war und alle Ziele ganz normal geöffnet haben. Genauere Informationen finden Sie wie gesagt auf unserer Homepage.

Und damit möchte ich mich dann auch „schon“ wieder verabschieden und mich bei Ihnen für Ihre gewohnt starke Leseausdauer bedanken. Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen ein wenig südostasiatisches Flair nach Hause bringen konnte, gerade jetzt wo der Herbst an die Tür klopft. Über Feedback jeder Art bin ich wie immer sehr dankbar, denn ich will ehrlich sein, der Austausch mit Ihnen nach meinen Reiseberichten ist immer der schönste Teil des Ganzen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Herbst und selbstverständlich alles Liebe und Gute.

Ihr / Euer

Jan Thies

Geschäftsführer

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Curacao, Hotel Tropical Inn / Curacao, Rancho el Sobrino http://nautilus-tauchreisen.de/karibik-curacao-hotel-tropical-inn-curacao-rancho-el-sobrino/ Thu, 14 Sep 2017 08:37:19 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=41053

Liebes Nautilus-Team,

der Alltag hat uns wieder…. hier noch unser kurzes Feedback zu der bei Euch gebuchten Karibik-Combi Bonaire-Curacao vom 11.08.- 26.08.2017.

Nachdem wir schon mehrfach auf beiden Inseln waren, haben wir uns diesmal für die Kombination 1 Woche Bonaire und 1 Woche Curacao entschieden. So konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – bei beiden Flügen ab/bis Amsterdam hatten wir einen Nonstop-Flug und der nervige Zwischenstopp auf einer der anderen ABC-Inseln entfiel. Die Flüge mit KLM waren angenehm,der Sitzabstand sehr großzügig; die Crew sehr freundlichund aufmerksam, Getränke gab es reichlich (auch Bier und Wein)und auch das Essen war gut, alles ohne Aufpreis. Es empfiehlt sich lediglich, die Sitzplätze vorab zu reservieren, da die Flieger (zumindest bei unseren Flügen) voll belegt sind und man sonst Gefahr läuft,die doch recht lange Flugzeit getrennt zu sitzen.

Am Flughafen von Bonaire wurden wir pünktlich abgeholt und ins Tropical Inn befördert (dauert grad mal 10 Minuten). Wir hatten wieder ein schönes Appartement im wirklich liebevoll angelegten Garten von Harry und haben die Ruhe dort sehr genossen. Erstaunlicher Weise war es für August auf der ganzen Insel sehr ruhig, lediglich im Buddy Dive Resort waren ziemlich viele Amerikaner.

Die Tauchbasis von Harry ist sehr ordentlich und gepflegt, wie auch all die Jahre bisher. Er hat jetzt einen neuen Kompressor mit CO2-Filter für die Nitrox-Anlage. Laut seiner Aussage ist das weltweit die bisher einzige. Harry hat auch bei der Entwicklung mitgeholfen, das ist wohl sein Steckenpferd. Bei Interesse erklärt er gerne jedem ausführlich vor Ort, wie das System funktioniert und welche Vorteile man dadurch hat.

Das Tauchen auf Bonaire ist super easy, man benötigt aber in jedem Fall einen Mietwagen, am besten einen Pick-UP. Die meisten Tauchplätze kann man auch mit einem PKW anfahren, aber für den Naturschutzpark im Norden (wenn man die Abkürzung zurück nimmt) und vor allem zum Umziehen (auf der Ladefläche absolut sandfrei möglich) und Aufrödeln ist ein Pick-UP einfach unschlagbar.


Es werden Bootsausfahrten angeboten, z.B. nach Klein-Bonaire oder auch auf die „Wilde“ Ostseite. Nachdem es aber unzählige Tauchplätze (ca. 60) auf der Westseite gibt, sind wir
immer von Land aus getaucht. Man packt sich einfach ein paar Flaschen auf den Pick –UP und fährt Richtung Süden oder Norden die Hauptstraße am Strand entlang. Alle Tauchplätze sind mit gelben Steinen und Tauchplatznamen markiert. Wenn dort schon zwei Autos stehen, fährt man einfach weiter.. So ist man fast immer alleine am Tauchplatz. Es gibt von flach bis tief, Korallengärten, Steilwände, Wracks, im Prinzip alles, was das Taucherherz begehrt. Bei einer Sichtweite zwischen 20 und 30 Metern und einer Wassertemperatur von 29 ° kann man sich hier richtig austoben.
Hier eine kleine Auswahl unserer Lieblingsplätze:

Red Slaves – ganz im Süden: hier hatten wir einen Adlerrochen, Stachelrochen und große Schulen von verschiedenen Rifffischen (Süßlippen, Franzosen-Grunzer, Schnapper) sowie immer wieder Koffer- u. Igelfische, Falterfische, Barrakudas, Kaiserfische und Muränen. Der Platz ist nicht ganz ungefährlich, da es hier oftmals heftige Strömung gibt, teils auch ablandig.

Salt Pier – im Süden: dieser Platz hat sich leider nicht so positiv entwickelt … Nachdem die Taucherzahl hier stark zugenommen hat (im Schnitt waren täglich rund 10 Autos gleichzeitig dort) und die Bauarbeiten am Pier erst kürzlich beendet wurden, sind Schildkröten und Tarpoone nur noch vereinzelt zu sehen. Vor vier Jahren trafen wir noch
ganze Massen davon an. Außerdem fanden wir an den Stützen reichlich Plastikmüll (evtl. noch von den Bauarbeitern). Es wäre wünschenswert, wenn jeder Taucher etwas davon
mit aus dem Wasser nehmen würde – Mülltonnen gibt es genug am Pierparkplatz. Windsock – Mitte: der Zugang zum Tauchplatz führt über das Beach-Lokal mit traumhaft
schönen Sandstrand und sehr gutem Lokal. Einfach fragen, man kann dann über den Steg ins Wasser. Es ist hier relativ flach ( bis max. 20 m), dafür gibt es hier orange und schwarzweiße Seepferdchen (ca. 15 cm groß). Außerdem ist hier eine Art Kinderstube.. Wir sahen viele juvenile Ritterfische, Kofferfische und Schnecken aller Coleur. Bei Sonnenschein ein echter Traumplatz.

Hilma Hooker – Mitte: Wer sich für Wrack`s interessiert, sollte sich ganz früh morgens oder am besten am Samstag/Sonntag hierher begeben. Dieser Platz wird vor allem von den amerikanischen Resorts per Boot angefahren und ist daher ab 10.00 Uhr immer sehr gut besucht. Am Wochenende ist bei den Ami`s An- und Abreisetag, daher ist es etwas ruhiger.

1000 Steps – im Norden: relativ aufwendiger Abstieg über Stufen (aber keine Angst – es sind keine 1000 !) , bis auf über 50 m abfallendes Riff. Wir haben hier große Zackenbarsche, die allerdings sehr scheu waren, Tarpoone und Barrakudas gesehen. Karpata – ganz im Norden im Naturschutzpark: Aufwendig anzufahren, da Einbahnstraße
und Rückfahrt entweder über Rincon (relativ weit) oder über Feldstraße (nur mit Pick-UP machbar). Riff fällt auf über 70 m ab, tolle Wand. Einer der wenigen Plätze, wo man große Lobster findet. Bei unserem letzten Tauchgang dort wurden wir rund 15 Minuten von zwei extrem neugierigen Sepias begleitet. – Tolles Erlebnis!



Nach einer Woche Bonaire mit 17 Tauchgängen, frei nach dem Tauchermotto „essen,tauchen,schlafen – und das ganze von vorne“ flogen wir mit der Divi Divi Air auf die Nachbarinsel Curacao. Die Airline hat relativ kleine Flieger (8 Passagiere), Freigepäck nur 18 kg + Handgepäck (Übergewicht aber preiswert bei 2 USD pro kg) und sehr kurze Abfertigungszeiten. 45 Minuten vor Abflug Check-Inn, Flugdauer 25 Minuten, Check-out max. 20 Minuten. Bei einer Flughöhe von 200 bis 300 Metern hat man, schönes Wetter vorausgesetzt, einen tollen Rundblick über Bonaire und Curacao. Also kein verlorener Urlaubsttag durch den Flug sondern eher ein zusätzliches Abenteuer.



In Curacao wurden wir von Bianca (Rancho el Sobrino) am Flughafen abgeholt und ins Resort nach Westpunt gebracht (Transferzeit ca. 45 Minuten). Diesmal hatten wir ein brandneues Studio mit Loggia und Küche im Freien – perfekt! Gleich nach dem Einchecken auf der Basis von Dive`n (lt. „Tauchen“ beste Basis der Karibik 2017) ging es auch hier mit einem gemieteten Pick-UP zu den Tauchplätzen. Aufgrund der Größe der Insel – Curacao ist ja die größte der ABC-Inseln – dauert die Anfahrt zu den jeweiligen Plätzen etwas länger. Es gibt hier viele bewirtschaftete Strände, wo man ein geringes Parkentgelt zu zahlen hat, aber auch viele einsame, abgelegene Strände.
Auch hier eine kleine Auswahl:

Playa Kalki – Westpunt: tolle Steilwand, open end.. Auch hier hatten wir Adlerrochen, Schildkröten, Barrakudas, Tarpoone und die üblichen Verdächtigen.. Ganz in der Nähe gibt es das Sol-Food-Restaurant (leider nur Freitag,Samstag und Sonntag geöffnet) wo man hervorragend Pizza und Gegrilltes essen kann und einen tollen Blick über die Bucht von Playa Grandi hat.

Playa Grandi – Westpunt: große Sandfläche (Tiefe ca. 4,5 m) wo man regelmäßig viele Schildkröten antrifft. Die ansässigen Fischer werfen hier die Fischreste vom Zerlegen ins
Wasser, was die Schildkröten natürlich wissen.. Allerdings sollte man auch hier möglichst früh morgens sein, da später viele Schnorchler die Schildkröten regelrecht „Jagen“ und diese dann meist ziemlich schnell das Weite suchen.. Taucht man vom Strand Kompaßkurs 270° trifft man auf eine Unterwasser-Statue von Neptun. Das Riff ist hier sehr schön (ca.20 m).

Kokomo-Beach – St.Michel/Versenbai: links vom Strandlokal (Boje) befindet sich ein CarPile. Leider muss man bis zur Boje rund 15 Minuten paddeln um dort abzutauchen. Die Autos sind nicht mehr sehr gut erhalten, meist finden sich nur noch Einzelteile. Trotzdem ein schöner Platz. Nach der Oberflächenpause (vorzugsweise beim Deko-Bier im Strandlokal) bietet sich die rechte Seite als zweiter TG an. Hier gibt es wesentlich mehr Leben, auch hier hatten wir einen Adlerrochen, Barrakudas u.v.m. CarPile Willemstadt – Marie Pompoen: leider weit zu fahren, aber die Hauptstadt sollte man sich ohnehin mal ansehen. Allein die Prinz-Emma-Bridge, welche übrigens vor zwei Jahren
komplett entfernt, renoviert und wieder aufgebaut wurde, ist einen Besuch wert. Am Besten setzt man sich in ein Cafè an der Promenade und schaut beim Öffnen und Schließen der Brücke mal zu, nachdem ein großes Schiff durchgefahren ist. Sehr eindrucksvoll.

Der Tauchplatz befindet sich direkt neben dem Sunscape Resort (hieß früher mal Breezes)
und ist frei zugänglich. Links den Felsen bis zur Trennwand des Resorts folgen (ja—leider schon wieder paddeln…) und abtauchen. (Keine Boje vorhanden!) Hier sieht man noch Reste von Autos, einem Kran,ein relativ gut erhaltener Schiffsponton und einiges mehr. Auch das Riff beim Austauchen ist sehr belebt und wunderschön. Den zweiten TG kann man problemlos nochmal hier machen, wahlweise einfach geradeaus und dann erst links. Bei der Rückkehr sieht man des Öfteren „Spaziergänger auf dem Meeresgrund“. Eine Basis direkt am Strand setzt Touristen Taucherhelme mit Permanent-Luftzuleitung auf und lässt diese dann unter Wasser marschieren. Für das Riff ist dies sicherlich nicht so gut (es wurden angeblich sogar Teile davon entfernt hierfür!) aber als Taucher fanden wir es wirklich lustig, diese „Walker“ zu beobachten.

Auch auf dieser Insel haben wir 17 Tauchgänge absolviert, obwohl man sich hier durchaus auch anders beschäftigen könnte. Aber wie gesagt, wir waren schon des Öfteren hier..
Wer unabhängig und selbständig tauchen kann und möchte, ist auf beiden Inseln bestens aufgehoben, zumal die Preise für das Tauchen in der Karibik hier noch sehr günstig sind.
Auch die von uns gewählte Combi war gut so, man verliert kaum Zeit beim Wechsel der Inseln und hat immer genügend Tauchplätze zur Auswahl, auch wenn man schon oft hier
war.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings auf beiden dieser ABC-Inseln: Im Vergleich zu den früheren Besuchen mussten wir feststellen, dass viele Riffe im Bereich von 5 bis 10 m Tiefe sehr fisch- und korallenarm waren, teilweise sogar vollkommen zerstört. Vieles war von Sand und Algen (grün und rot) überlagert und abgestorben. Laut Aussagen der Einheimischen bzw. der Tauchbasenleiter hat hier wohl ein Ausläufer des Hurrikans „Mathew“ vor zwei Jahren diesen Schaden angerichtet. Wollen wir hoffen, dass sich die Riffe bald wieder erholen können.

Wir werden die beiden Inseln in zwei, drei Jahren ganz sicher wieder besuchen, denn die Tauchbedingungen hier sind einfach super.
Helmut und Monika S.

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Philippinen / Bohol, Sunset Dive Resort / Malapascua, Exotic Dive Resort http://nautilus-tauchreisen.de/philippinen-bohol-sunset-dive-malapascua-exotic/ Mon, 24 Jul 2017 13:56:46 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=40373

Wir waren in der ersten Juni-Woche für eine Woche Gast bei Kai und seinem Dreamteam im Sunset Dive Resort auf der Insel Bohol. Als wir angekommen sind, wurden wir herzlich in Empfang genommen, das Team wurde uns vorgestellt und es gab eine kurzen Überblick über den täglichen Ablauf im Resort.

Die ganze Anlage ist wunderschön aufgebaut, bis ins kleinste Detail liebevoll hergerichtet und egal wo man hinschaut – überall blüht etwas oder das Meer schillert in den schönsten Farben zwischen den Bäumen und Palmen durch.

Auch die Bungalows sind liebevoll eingerichtet, geräumig und sehr sauber. Vom gemütlichen Balkon aus hat man einen wunderbaren Blick über das Meer und wenn es dunkel ist, schwirren unzählige Glühwürmchen in den Baumwipfeln herum.

Das Essen ist unglaublich gut, abwechslungsreich und auf besondere Wünsche oder auch auf Lebensmittelunverträglichkeiten wird IMMER eingegangen. Die Speisen werden so schön auf den Tellern angerichtet, dass so manches Lokal hier bei uns sich eine große Scheibe abschneiden könnte:-)

Tauchen im und mit dem Sunset Dive Resort ist ebenfalls ein tolles Erlebnis. Erwin (der Guide) schlägt je nach Tag und Uhrzeit Tauchplätze vor – wenn man aber einen besonderen Wunsch hat, wird natürlich auch dieser (wie alle anderen Wünsche, die man so hat:-)) erfüllt. So haben wir mächtig was vor die Maske bekommen! Die gesunde Korallenwelt und die enorme Vielfalt im Makro-Bereich haben unser Taucherherz höher schlagen lassen. Aber auch jagende Tunas, Barrakudas und unzählige Schildkröten gehörten zu unserem täglichen Unterwasserprogramm.

Wenn man mal nicht taucht, dann organisiert Kai auch Tuktuks und Autos inklusive zuverlässige Fahrer! Ein Ausflug nach Anda oder eine Inselrundfahrt ist auf jeden Fall auch lohnenswert und sehr beeindruckend – und natürlich gibt es bei einem Tagesausflug ein ordentliches Lunchpaket mit:-)))

Für uns war die Woche im Resort ein so unglaubliches und wundervolles Erlebnis, dass es eigentlich fast keine Worte dafür gibt! Liebes Team vom Sunset Dive Resort: Macht genauso weiter und wir hoffen, so schnell als möglich wieder bei Euch einen paradiesischen Urlaub verbringen zu können!

Soviel einmal zum ersten Resort…

Auch das zweite Hotel Exotic Dive Resort auf der Insel Malapascua war klasse: die Insel ist super, das Resort bestimmt das beste (auch wenn die Zimmer sehr einfach sind), das Essen war klasse und ALLE Mitarbeiter super freundlich und hilfsbereit. Zeitweise haben wir abends direkt am Strand gegessen – im Séparée mit Tischtuch, Deko und Kerzenschein:-) Es war einfach genau das, was wir gesucht haben. Bereits nach wenigen Tagen haben wir noch nicht mal mehr Flipflops angehabt.

Die Tauchbasis war sehr gut organisiert, alle Guides richtig fit und es gab auch mächtig was vor die Maske – vom Mini Seepferdchen über bunte Schnecken, Frogfish, Flamboyant-Cuttlefish bis hin zu Fuchshaien, Weißspitzenhaien und Mobula Rays…

Bei der Abreise waren wir richtig traurig, dass es jetzt schon wieder zurück geht.


Auf den Philippinen selbst haben wir uns – egal, ob auf Malapascua, Cebu oder Bohol absolut sicher gefühlt. Man kann eigentlich bedenkenlos überall hingehen und wenn man den Weg mal nicht findet – einfach fragen, die Menschen sind ungemein hilfsbereit!!! Ein Besuch beim Barbier auf Malapascua war ein lustiges Erlebnis und einen sauber gestutzter Bart gab es für 50 Cent ebenfalls dazu:-). Es gibt während der Fahrt auf Cebu jede Menge zu entdecken und man bekommt einen kleinen Einblick in das philippinische Inselleben. Die Menschen sind offen, freundlich und an uns Europäern auch sehr interessiert. Wenn man sich auf die vielen Fragen einlässt und sich etwas Zeit nimmt, dann kommen sehr interessante Gespräche dabei raus. Die Menschen sprechen alle ein relativ gutes Englisch, so dass die Verständigung für uns sehr einfach war.

Was auch ein „Muss“ für uns war – ein Besuch in einen typischen Restaurant Philippino-Style. Ähnlich wie in einer Kantine kann man sich sein Essen aus einer Vielzahl an Töpfen selbst aussuchen und zusammen stellen. Die Bedienungen haben uns sehr freundlich und ausführlich erklärt, was was ist. Unser üppiges Mittagessen für 3 mit 3 Getränken war nicht nur äußerst lecker, sondern auch mit umgerechnet 7 Euro unglaublich billig!

Philippinen für uns – jeder Zeit immer wieder gerne!!

Ich hoffe, dass der kleine Reisebericht weiterhilft und einige Menschen doch noch umstimmen kann und sie ihren Urlaub auf den Philippinen machen und genießen!!

Liebe Grüße – Karin und Oli F.

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Südafrika / Umkomaas http://nautilus-tauchreisen.de/suedafrika-umkomaas/ Tue, 18 Apr 2017 16:00:56 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=38848

Hallo Jan,

meine Tochter Sarah und ich sind heute Morgen aus Südafrika zurück gekommen und wollten Dir ein kurzes Feedback geben:

  • Die Basis ist die herzlichste auf der wir jemals waren; wir waren sofort Teil des Teams und nach wenigen Stunden hatten wir den „Gästestatus“ verloren
  • Mit dem Staff und Brian und Lelani haben wir jeden Abend gegrillt (Braai), oder indisch gekocht
  • Die Tauchgänge waren wunderschon, aber wegen der Verhältnisse nichts für Anfänger; allein die Ausfahrt über den Wellen ist schon ein Spektakel für sich
  • Das angegliederte Restaurant „Waves“ bietet fantastisches Essen
  • Ein Mietwagen war sehr empfehlenswert, da der Tauchbetrieb gg 7 a.m. beginnt und gg 1 p.m. spätestens endet; da hat man noch Zeit zu Erkundungen



Fazit: sehr empfehlenswert; Sarah wird von Januar bis April bei Brian als Divemaster arbeiten (das haben wir gleich mal verbindlich geregelt) und ich fahre dann für 3 bis 4 Wochen runter; je nachdem, was Du mir preislich anbieten kannst. Wir sind überglücklich diese Reise gemacht zu haben und beide Seiten haben neue Freunde gefunden.

Nochmals ganz herzlichen Dank für den sensationellen Tipp.

LG

Uwe

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Philippinen / Leyte, Pintuyan Dive Resort http://nautilus-tauchreisen.de/leyte-sued/ Mon, 03 Apr 2017 21:34:12 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=38420

Liebes Nautilus-Team,

gerade sind wir von unserem Tauchurlaub von Leyte-Süd zurückgekommen, welcher (wie übrigens alle bisher bei euch gebuchten Tauchurlaube) wie immer bestens organisiert war.

Die Anreise erfolgte mit Etihad über Abu Dhabi nach Manila. Der Zwischenaufenthalt (2 Nächte) in Manila hat sich mehr als gelohnt. Entgegen der weitläufigen Meinung, Manila sei ein dreckiger, lauter Moloch (inoffizielle Einwohnerzahl mittlerweile rund 20 Millionen!) wurden wir eines besseren belehrt. Bei einer Stadtrundfahrt, welche aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in Manila und teilweise endlos langen Staus rund zwölf Stunden dauerte, konnten wir die Vielseitigkeit Manilas entdecken. So haben wir die weltweit einzige Bambusorgel in der Kirche San Josè in Las Pinas aus dem Jahre 1821 besichtigt, welche aus 832 Bambuspfeifen besteht und übrigens 1972 durch Spenden in Deutschland restauriert wurde. Sehr beeindruckend! Im Anschluss waren wir in der ältesten Jeepney-Fabrik, wo man den Handwerkern beim Auf- bzw. Umbau der Jeepneys zusehen und diverse Oldtimer bewundern kann. Alles wird in Handarbeit erledigt wie vor 100 Jahren – einfach unglaublich in der heutigen Zeit. Wirklich sehenswert ist auch der amerikanische Soldatenfriedhof für die Gefallenen des 2. Weltkrieges. Der Friedhof umfasst 61 Hektar und ist die penibel gepflegteste Grünanlage von ganz Manila. Die rund 17.000 weißen Marmorkreuze stehen exakt in Reih und Glied wie in Arlington/ USA. Die Rotunde besteht aus riesigen Steintafeln mit über 36.000 namentlich genannten „Missing-in-Action“-Soldaten, auf dem Boden ist jedes amerikanische Bundesland mit Wappen in Mosaik gelegt. Auch die Fahrt zum Friedhof ist schon ein Erlebnis, fährt man doch auf der berühmten „Millionaire`s Road“, wo wirkliche Prachtbauten zu bestaunen sind. Das Handels- und Finanzzentrum Makati kann man noch kurz streifen; aber außer Hochhäuser, Banken und unzähligen McDonalds sowie extrem vielen Leuten sieht man dort nichts wirklich interessantes. Es lohnt sich vielmehr die Zeit für einen Besuch in der Festungsstadt Intramuros / Fort Santiago zu nutzen. Dieser Teil von Manila gehört zum ältesten Viertel der Stadt und besitzt noch zahlreiche Ruinen aus der Zeit der spanischen Eroberer. Mit dem alten Kopfsteinpflaster und den alten Kirchen hat diese Ecke ein besonderes Flair. Bei einem Spaziergang im Rizal Park, welcher die Statue des Nationalhelden aus dem Unabhängigkeitskrieg beherbergt, haben wir uns dann nach langer Fahrt noch die Beine vertreten. Spektakulär bis fast schon kitschig bei Nacht, weil der ganze Park und die Brunnen in allen Farben künstlich beleuchtet werden. Wer`s mag..


Am nächsten morgen ging es dann zum nationalen Flughafen für den Weiterflug mit der Cebu-Pacific nach Tacloban. Der Check-Inn verlief reibungslos, das Handgepäck interessierte niemanden. Am Flughafen Tacloban wartete bereits unser Fahrer, welcher uns in rund drei Stunden zu Ralf ins Pintuyan-Dive-Resort brachte. Respekt! Bei dem Verkehr, den Straßenverhältnissen sowie den unendlich vielen Serpentinen eine echte Herausforderung, welche unserem Fahrer den Spitznamen „Michael Schuhmacher“ einbrachte. Trotzdem haben wir uns absolut sicher bei ihm gefühlt.

Im Resort wurden wir von Ralf und seiner Frau AnaLyn sehr herzlich empfangen. Kaum hatten wir unser Gepäck im Bungalow abgestellt, wurden wir bei einem Erfrischungsgetränk auf der Terrasse in die fröhliche Taucherrunde eingeführt. Eine halbe Stunde später waren wir bereits mit Ralf im Wasser und haben unseren Checkdive am Hausriff gemacht. Echt easy! Ralf ist ein sehr offener, unkomplizierter Mensch, der immer versucht, alle Wünsche seiner Gäste umzusetzen. Mit uns waren 10 Gäste da, 9 Taucher und eine Schnorchlerin. Es wurde meist in zwei Gruppen getaucht, jeweils mit eigenem Guide. Als wir nicht mit den Fotografen mitwollten, hat Ralf kurzerhand den Kapitän mit dem Zodiak ganz allein für uns bereitgestellt. Er hat ein größeres Tauchboot und zwei Zodiaks im Einsatz, welche bei Bedarf bzw. auf Wunsch auch alle gleichzeitig fahren. In dieser Hinsicht ist Ralf sehr entspannt und großzügig – das haben wir in einigen Dive-Resorts leider auch schon anders erlebt.


Viele Tauchplätze sind in ca. 10 Minuten erreichbar. Die Anfahrt zu den Plätzen an der Südspitze dauert ca. 40 Minuten, sofern es die Wellen zulassen. Wir haben es einmal probiert, mussten aber wegen hohen Wellengangs umdrehen, obwohl es vorher so glatt aussah… Die Überfahrt zur Nachbarinsel Limasawa war nach 45 Minuten geschafft und die Tauchgänge dort wirklich super – Steilwand mit reichlich Bewuchs! Oberflächenpause am Strand der Insel mit Thuna-Sandwich und frisch geernteter Kokusnuss, was will man mehr?

Der Naturschutzpark Napantao war während unseres Aufenthalts leider vom Bürgermeister gesperrt worden. Am Tag unserer Abreise wurde er wieder freigegeben, das war etwas mysteriös.

Wir hatten dieses Mal das Glück leider nicht auf unserer Seite. Die ersten Tage hat es viel geregnet, der Naturschutzpark war gesperrt, wir haben keinen einzigen Walhai gesehen und dann ging auch noch der Generator kaputt. Am letzten Tag hatte die ganze Insel (!) von nachmittags bis zum nächsten morgen auch noch Stromausfall…

ABER

man ist in diesem liebevoll gepflegten, familiären Resort fast im Dschungel und nicht in einer 5-Sterne-Bettenburg auf Malle! Trotz Stromausfall gab es ein schmackhaftes 3-Gänge-Menü als Candle-light-Dinner und einen atemberaubenden Sternenhimmel. Ralf hat alles und alle mobilisiert, um den Generator wieder funktionsfähig zu bekommen, musste dann aber auf die schnelle doch viel Geld in die Hand nehmen und einen neuen aus Cebu besorgen. Viele Dinge sind auf den Philippinen noch recht umständlich und kompliziert.



Alles in allem war dies ein schöner, entspannter Tauchurlaub. Die Riffe sind sehr abwechslungseich und intakt. Es gibt unzählige Arten von Hart- und Weichkorallen, viele verschiedene Anglerfische, Schnecken in allen Farben und Größen (eine war sogar rund 30 cm lang), Schildkröten, Muränen, Seeschlangen und das übliche Aquarium-Leben. Bei einem Tauchgang hatten wir sogar Adlerrochen. Auch das Hausriff ist sehr schön und abwechslungsreich. Lediglich die Walhaie haben wir vermisst – aber so ist halt die Natur und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal…

Wer individuell und entspannt Tauchen möchte, wird sich im Pintuyan-Dive-Resort sicherlich wohlfühlen. Die Erlebnisse sowie die tolle Atmosphäre dort entschädigen eindeutig die lange Anreise. Gerne wieder!

Monika und Helmut S.

Februar/März 2017

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Südafrika / Umkomaas – Aliwal Shoal & Shelly Beach – Protea Banks http://nautilus-tauchreisen.de/s/ Fri, 20 Jan 2017 15:59:31 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=37968

Liebe Tauchfreunde,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen allen noch ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr. Ich hoffe, Sie sind gut in 2017 gestartet?!

An der Stelle möchte einmal die Gelegenheit nutzen und mich für Ihr generelles Interesse und die zahlreichen Rückmeldungen bedanken, die ich jedes Mal nach meinem Reiseberichts-Newsletter erhalte. Ganz ehrlich, es überwältigt mich immer wieder aufs Neue. Knapp über 14.000 Leser haben mittlerweile meinen Reiseberichts-Newsletter abonniert, was wirklich eine unglaubliche Zahl ist. Vielen herzlichen Dank dafür!

Nun aber zu meiner letzten Reise, die mich im Dezember nach Südafrika verschlagen hat. Ein Zielgebiet, über das man aktuell in der Tauchpresse recht viel liest. Kein Wunder, gilt es doch als eines der besten Großfischgebiete der Welt! Ich war vorher bereits drei Mal in Südafrika, allerdings nie zum Tauchen. Auch das zeigt bereits die Vielfältigkeit dieses Landes…

SÜDAFRIKA

Eine Reise im Dezember ist natürlich eine großartige Sache, denn nachdem Schnee rundum Weihnachten mittlerweile unwahrscheinlicher ist als sommerliche Temperaturen im Februar, ist es hier in Deutschland klimatisch nur bedingt reizvoll. Auf der anderen Seite mag ich die Vorweihnachtszeit. Ich habe normalerweise alle Geschenke früh beisammen (der Trick ist während des Jahres in Gesprächen genau hinzuhören) und kann so die Lebkuchen, Plätzchen und Marzipankartoffeln umso mehr genießen. Was ich sagen will, im Dezember zu verreisen fällt mir manchmal gar nicht so leicht. Aber die Aussicht auf Südafrika war dann doch eine einfache Entscheidung: raus aus dem dunkelgrauen Nass.

Auf Südafrika gekommen bin ich übrigens, nachdem ich in den letzten drei Monaten aus drei unterschiedlichen Richtungen jeweils klare Empfehlungen erhalten habe. Untermalt wurden diese Empfehlungen von Videos und bewegte Bilder sprechen eine klare Sprache: ein Haigetümmel, ein vorbeziehender Wal oder eine Schule Hammerhaie in einem hochauflösenden Video wecken gewisse Sehnsüchte. Nachdem ich einen großartigen Zusammenschnitt eines Schweizers, den ich in Cuba getroffen habe, gesehen hatte, war klar: ich will nach Südafrika! Ich wollte all das, was ich in diesem Video gesehen hatte, auch sehen. Unbedingt. Nach meinen Haierfahrungen in diesem Jahr im August in den Jardines de la Reina in Cuba bin ich irgendwie auf den Geschmack gekommen. Das Tauchen mit Haien ist einfach sehr reizvoll. Ich mag das Rifftauchen genauso, schließlich bin ich damit taucherisch groß geworden, aber wenn man, wie in den Jardines de la Reina, den Haien bis auf einen halben Meter ins Auge sehen kann, vergisst man das so schnell nicht.

Bei meinen Recherchen war schnell klar, welche zwei Gebiete ich mir ansehen muss. Das Riff Aliwal Shoal in der Nähe des Ortes Umkomaas und das Riffplateau Protea Banks vor dem Ort Shelly Beach. Beides klangvolle Namen. Ich kannte sie beide bereits aus diversen Reportagen und wollte sie nun unbedingt selber kennen lernen.

Die Verbindung nach Südafrika ist locker. Zuerst ging es non-stop mit der South African Airways von München nach Johannesburg, wo die Hitze mich fast wieder zurück ins Flugzeug drückt. So „gut“ war die Flugzeugkabine klimatisiert. Das Schöne an Südafrika ist, man hat im Winter nur eine Stunde Zeitverschiebung, im Sommer sogar gar keine. Das macht das Reisen leicht – auch für eine kurze Reisedauer! In dem Fall ging mein Flug abends, so dass ich morgens gelandet bin. Das ist angenehm und komfortabel. Mein Weiterflug nach Durban ist bemerkenswert, denn der Chefsteward singt förmlich die Sicherheitshinweise. Zudem stellt er alle Crewmitglieder ziemlich persönlich und detailliert vor, was ich so noch nie erlebt habe. Auch nicht schlecht, wenn man weiß, dass das liebste Hobby der Stewardess ihr botanischer Garten ist. Und er betont immer wieder, dass wir zum King Shaka Airport fliegen, was viele Reisende doch sichtlich verwirrt mit einem fragenden Blick quittieren. Wer bitte ist King Shaka? Eine spätere Recherche ergibt, King Shaka war ein bedeutender König der Zulu. Alles klar, wieder was gelernt. Wir sind aber natürlich richtig, so heißt ganz einfach der Flughafen von Durban. Nach diesem kurzen Weiterflug nach Durban habe ich allerdings das Gefühl, dass ich nach München zurückgekehrt bin. Es regnet heftig und ist leider auch entsprechend kälter als in Johannesburg. Nicht gerade ein vielversprechender Auftakt.



Durban – zweimal die Strandmeile und das vielleicht schöne WM-Stadion von Südafrika

Als nächstes hole ich mir meinen Mietwagen, was erfreulich unkompliziert verläuft. Ich hechte schnell im Regen zu meinem Fahrzeug und mache mich mit der ungewohnten Fahrerseite im Auto vertraut. In Südafrika herrscht nämlich Linksverkehr! Regen plus Linksverkehr plus die manuelle Gangschaltung auf der falschen Seite – ich bin doch ein wenig stolz auf mich selbst, dass ich eigentlich erstaunlich locker in Umkomaas, meiner ersten Station, ankomme. Als ich durch den Ort fahre, werde ich sogar ein bisschen übermütig und markiere den maximal lässigen Autofahrer – bis ich an der nächsten Kreuzung dann doch wieder den Scheibenwischer anstelle des Blinkers betätige. Eine erfrischend deutliche Nachricht, dass ich noch nicht so weit bin.

UMKOMAAS / ALIWAL SHOAL – UMKMAAS LODGE & ALIWAL SHOAL SCUBA

Kennen Sie das, wenn man schon so viel von einem Zielgebiet gehört hat, ist es ein besonderes Gefühl, wenn man tatsächlich vor Ort ist?! In New York ging es mir so. In Paris ebenfalls. Auf Yap war ich komplett ehrfürchtig. Das Wrack der Thistlegorm habe ich mit viel Stolz in mein Logbuch eingetragen. Und jetzt bin ich in der Region rund um Durban, welche ich schon seit vielen Jahren ganz eindeutig mit Großfischtauchen verbinde. Yes.
Als Unterkunft habe ich mir die Umkomaas Lodge, in Verbindung mit der Tauchbasis Aliwal Shoal Scuba, herausgesucht, welches das einzige Hotel im Ort direkt am Meer ist. Mein Zimmerschlüsselbund mit WLAN-Code, diversen Fischanhängern und mehreren Schlüsseln könnte der eines Hausmeisters sein, was ich aber irgendwie sympathisch finde. Mein Zimmer im ersten Stock schaut tatsächlich so was von aufs Meer. Es fühlt sich an, als ob das Wasser direkt unter mir beginnt. Großartig. Die Möbel in meinem Zimmer sind sehr praktisch und stylisch und ich vermute in einem Berliner Hipsterladen würden sie gutes Geld einbringen. Die komplette Anlage versprüht nicht gerade das Ambiente eines Wellness-Resorts, sondern hier steht ganz klar Tauchen drauf. Echtes, nasses, raues Tauchen. Wer etwas anderes sucht, ist hier falsch. Das Haus ist offensichtlich etwas älter, hat aber alles was ein echtes Tauchhotel braucht. Denn wie gesagt, genau darauf wird hier wert gelegt. Viel Platz für die Tauchbasis, ein tolles Restaurant mit Terrasse und natürlich Blick aufs Meer, sowie eben die zwölf Hotelzimmer.

Die Strände in dieser Gegend sind endlos, was dem Gesamtbild eine großartige Note verleiht. Empfohlen wurde mir die Tauchbasis im Übrigen von einem Journalisten, der mich noch direkt von vor Ort über dieses klasse Ziel informiert hat. Also dann, soll der Spaß beginnen.



Die Umkomaas Lodge mit der Tauchbasis Aliwal Shoal Scuba

Als ich mich in der Tauchbasis nach dem Treffpunkt und der Zeit erkundige, muss ich etwas irritiert nachfragen. 6 Uhr morgens? Wirklich? Hmm. Wie gesagt, echtes, nasses, raues Tauchen. Am nächsten Morgen um 5.45 Uhr regnet es. Da fällt das Aufstehen gleich viel leichter. Oder auch nicht. Je nachdem. Aufgewacht bin ich allerdings bereits um 4 Uhr, denn um diese Zeit wird es hier zu dieser Jahreszeit bereits hell. Und mit hell meine ich taghell. Entsprechend bin ich im Bett hochgeschreckt, weil ich dachte ich habe richtig dick verschlafen. Dennoch, lustiges Gefühl, so um kurz vor 6 Uhr morgens im Regen mit Flipflops zur Tauchbasis zu schlappen. Was folgt ist ein ausführliches Briefing, zunächst über den Tauchablauf, dann über die Haie der Region und dann über das Tauchen selber. Anscheinend läuft das Ganze hier ein wenig anders ab, als in der Karibik. Kein Pier oder Steg mit großem, bequemen Tauchboot, auf dem ein kuschliges Handtuch und ein gekühlter Drink auf mich wartet. Hier lädt man das Boot am Strand ab und schiebt es von dort ins Wasser. Alles klar, ich schaue mir das an. Wir springen alle – bereits im Tauchanzug – auf eine Sitzfläche auf einem Transporter, der das Tauchboot auf einem Anhänger mit sich zieht. Am Strand angekommen beratschlagen sich Kapitän und Tauchguides wo und wie das Ganze jetzt abläuft. Für mich ist das alles komplett ungewohnt, aber ich bin gespannt. Anscheinend sind die Bedingungen heute gut, denn das Schlauchboot kann vom Anhänger in den Fluss geschoben werden. Kein Geschiebe am Strand. Glück gehabt. Alle krabbeln aufs Boot auf und es werden Schwimmwesten verteilt. Jetzt beginnt der lustige Teil. Wir sollen alle unsere Füße in am Boden befestigte Schlaufen stecken, uns auf den Rand des Schlauchbootes setzen und uns „richtig gut“ an weiteren Schlaufen am Bootsrand festhalten. Denn, wir müssen zwischen Brückenpfeilern hindurch über die brandenden Wellen aufs Meer hinaus fahren. Wenn man das das erste Mal hört, die Szenerie vor sich sieht und der Kapitän dann den Gashebel voll umlegt, ist das schon ein kribbliges Gefühl. Das Boot beschleunigt richtig stark heraus, die beiden 140 PS Motoren leisten ganze Arbeit. Die ersten Wellen unter der Brücke überspringen wir locker, aber die Wellen im Meer sehen deutlich größer aus. Man sieht wie alle nochmal den Halt überprüfen und voll zupacken, um sicher zu sitzen. Das Schlauchboot wippt und federt ordentlich mit. Der Kapitän zieht nochmal an und wir brettern über die Wellen hinweg. Ein paar Schaukler, aber das sah schlimmer aus, als es dann letztlich war. Trotzdem ein spektakulärer Start in diesen Tauchtag.



Das Tauchboot der Tauchbasis Aliwal Shoal Scuba, Fluss Umkhomazi, Ufer mit Brandungswellen

Unser Plan sieht zwei Rifftauchgänge vor, quasi um sich locker hinein zu fühlen. Apropos fühlen, das Wasser hat schlanke 22 Grad, was sich unter Wasser allerdings deutlich kühler anfühlt. Kaum zu glauben, dass das im Sommer an meinem heimischen See eine angenehme Badetemperatur sein soll. Das Briefing der Tauchbasis ist wirklich klasse, alles wird besprochen, jeder weiß Bescheid. Das Tauchboot selbst ist für diese Bedingungen hier ideal, es gibt Ablagebereiche und alle Tauchflaschen sind gut gesichert. Die Buddyteams werden eingeteilt und hier merkt man bereits, dass das Tauchen durchaus etwas anspruchsvoller ist. Jeder Gast bekommt einen Tauchguide. Ich vermute das ist nicht immer so, speziell zur Hochsaison, aber es sind einige angehende Divemaster dabei, die die Tauchgänge derzeit begleiten. Eine tolle Sache. Zudem muss jeder Taucher mit einer Boje ausgerüstet sein, denn die Strömung ist recht stark. Hinzu kommt eine mittelprächtige Sicht, aber wie bereits festgestellt sind wir hier nicht in der Karibik. Als Gruppe sollen wir eng zusammen bleiben, was aber kein Problem ist, denn es wird ein Drifttauchgang sein, sprich wir lassen uns einfach von der Strömung treiben. Unser erster „Stopp“ ist ein dickes Loch im Riff, das aussieht, als ob jemand ein Stück Fels aus dem Boden herausgestanzt hätte. Es ist durchsetzt mit Spalten und Überhängen, was vielversprechend wirkt. Mein Tauchbuddy dreht eine erste Runde und signalisiert mir, dass ich einen der dunklen Bereiche mal genauer ins Visier nehmen solle. Meinen fragenden Blick erwidert sie mit einer „Mach schon“-Geste. Also lasse ich mich vor der gesamten Gruppe in der ziehenden Strömung, eher mittelmäßig gelungen, absinken, um als erster die Überhänge zu erkunden. Und siehe da: ich erwische gleich mal einen Sandtigerhai, einen so genannten Raggie. Zur Informationen, Raggie leitet sich von dem englischen Namen Ragged Tooth Shark ab. Ehrlich gesagt sehen die Raggies mit ihren langen, herausstehenden Zähnen schon sehr gefährlich aus. In den verschiedenen Reportagen habe ich aber gelesen, dass sie das wohl dennoch nicht sind. Trotzdem, die Situation ist für mich ein spannender Auftakt, denn um ehrlich zu sein: die Zähne fallen einem sofort auf. Der Hai bewegt sich ganz entspannt in dieser doch recht beengten Situation, denn schließlich befindet sich unter ihm Sand, sowie hinter und über ihm nur Felsen. Schließlich beginnt er sich zu drehen, und zwar in meine Richtung. Langsam. Aber doch sicher. Mir bleibt eigentlich gar nichts anderes übrig als dumm zu schauen und so kommt es zu dem unvermeidlichen Auge-in-Auge-Moment. Wobei es in der Situation Zahn-in-Auge besser beschreiben würde, denn nochmal, die Zähne des Sandtigerhais sind wirklich riesig. Er dreht sich aber entspannt weiter und stoppt genau in der Situation, in der er vorher schon war, nur eben umgedreht. Wie als ob man sich im Schlaf von der rechten auf die linke Schulter dreht. Erfreulicherweise konnte ich diese Situation filmen und wer mag, kann sie sich hier ansehen. Immer wieder faszinierend ist wie die GoPro die Distanz vergrößert. Die Schnauze des Hais war nämlich maximal 50 cm von mir entfernt, auf dem Video allerdings, wirkt es doch etwas weiter weg. Von der Magie des Moments immer noch völlig hypnotisiert, drehe ich mich um und überlasse dem nächsten Taucher diesen Platz in der ersten Reihe des Haikinos.

Um ehrlich zu sein, dieser Beginn überrascht mich doch etwas, denn das ging ja fast zu leicht. Rein ins Wasser, runter, überragende Haibegegnung. Mal sehen, was da noch kommen soll. Erfreulicherweise verläuft der weitere Tauchgang ebenso unterhaltsam, was bemerkenswert ist, denn das Riff an sich, gibt auf den ersten Blick nur sehr wenig her. Es erinnert mich ein bisschen an das Mittelmeer, denn der Bewuchs ist minimal. Nackter Fels oder schimmernde Algen, viel mehr wird in dieser Kategorie nicht geboten. Aber dennoch, es gibt immer wieder Durchbrüche, kleinere Torbögen, Höhlen und Spalten, in die es sich lohnt einen Blick zu werfen. Es ist fast ein wenig komisch, wie zuverlässig ich etwas besondere entdecke, sobald ich einmal genauer hinschaue. Buddelnde Rochen, Nemos in einem Anemonenwald, Fischschwärme, die sich in der Strömung wiegen, Nacktschnecken und und und. Außerdem hat man seinen Blick immer ins tiefe Blau gerichtet, denn Haie könnten quasi überall auftauchen. Besonders lustig ist die Erfahrung mit einem gefleckten Riesenzackenbarsch, genannt Potato Bass. Ein passender Ausdruck, denn es handelt sich um echte Brummer, die wie spielende Hunde, um die Taucher herumschwimmen. Sie versuchen aus irgendeinem Grund die Luftblasen zu essen, was sich bei der großen Auswahl als relativ schwierig herausstellt. Beim Auftauchen begegnen wir dann tatsächlich noch einem Schwarzspitzen-Hochseehai, der kommt und geht. Kommt und geht. Und nochmal kommt und wieder geht. Unfassbar. Einfach so. Ein Drei-Meter-Brocken, der den Tauchgang auf ein richtig hohes Niveau hebt. Alles in allem ein für mich völlig ungewohnter Tauchgang, der aber wirklich richtig viel zu bieten hatte. Zurück auf dem Boot schaukelt es ordentlich, aber ich habe den Eindruck, dass unser Kapitän ein richtig guter ist. Die Art und Weise wie er unser Boot durch die Wellen manövriert, ist ausgesprochen souverän. Dennoch, ein Südkoreaner verteilt sein gestern Abend selbstgekochtes und nach eigener Aussage sehr leckeres Reisgericht mit einem ordentlich Schwall im Meer. Erstaunlicherweise lacht er dabei und die Crew verteilt auch liebevoll Bonbons an ihn. Tauchen in Südafrika macht eben Spaß. An Bord ist eine Open-Water-Schülerin aus Schottland, die von ihren Eindrücken sichtlich begeistert ist. Meinen Respekt hat sie sicher, denn wer hier das Tauchen lernt, wird danach nur noch easy dives erleben.



Schwarzspitzen-Hochseehai, „Raggies“ von unten und ein Rochen am Aliwal Shoal – Bilder von Timo Dersch ©

Der Ort Umkomaas ist ein echtes Taucherdorf. Die Betonung liegt auf Dorf. Es gibt nur eine Handvoll kleiner Straßen, dafür aber jede Menge Werbung für Haitauchgänge. Dazu findet man einladende Restaurants mit schönen Terrassen und mehrere Tauchschulen, die anscheinend alle Spezialisten für Käfigtauchgänge sind. Besonders lustig finde ich das Zentrum von Umkomaas, in dem sich an einer Kreuzung ein Spar-Supermarkt, ein Heimwerker-Baumarkt und ein Kentucky Fried Chicken-Restaurant befinden!?! Dieser Teil passt so gar nicht in dieses verschlafene Nest, aber die Einwohner finden es anscheinend prima, so viel wie hier los ist.

Mir hat es aber tatsächlich besonders das Restaurant in der Umkomaas Lodge selbst angetan. Es gibt ja immer so einen Wohlfühl-Faktor bei einem Restaurant und den empfinde ich im „Waves“ als besonders hoch. Im Hintergrund läuft dezente und dennoch stimmungsfördernde 70er-Jahre Musik. Allerdings nicht die abgenudelte „It’s raining man“-Variante, sondern die gute, stilvolle Version, wie zum Beispiel „Starman“ von David Bowie. Die Kellner sind alle unfassbar aufmerksam und hilfsbereit, was ich tatsächlich bei jedem Besuch bewundernd feststelle. Auf der Tageskarte gibt es erstaunlicherweise auch einen Eisbein-Sauerkraut-Burger, was gefühlt nicht für das Restaurant spricht. In Südafrika ist das aber anscheinend ein populäres Gericht, denn ich finde es ebenso in vielen anderen Restaurants auf der Karte. Na gut, man muss nicht alles verstehen. Besonders die Milchshakes und ein Shrimps-Curry sind weltklasse, wobei ich jedes Mal vorher ausführliche Empfehlungen von der Crew erhalte.



Zwei Restaurants in Umkomaas und das Restaurant „Waves“ direkt im Hotel Umkomaas Lodge

SHELLY BEACH / PROTEA BANKS

Für mich geht es nach einigen tollen Tauchtagen am Aliwal Shoal erst einmal weiter in das zweite bekannte Tauchgebiet Südafrikas, und zwar zu den dem Ort Shelly Beach vorgelagerten Protea Banks. Ich werde nochmal nach Umkomaas für einen besonderen Tauchgang zurückkehren, aber aufgrund der Buchungssituationen in den Hotels, muss ich meine Aufenthalte aufteilen. Die Protea Banks sind in Deutschland eigentlich noch bekannter als die Tauchgebiete am Aliwal Shoal, was aber vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass es in Shelly Beach eine deutsche Tauchstation gibt. Ich nehme es gleich vorweg, ich habe mich für eine andere Tauchbasis entschieden, was einzig und alleine an den erhaltenen Empfehlungen für eben jene andere Tauchbasis liegt. Die Tauchstation meiner Wahl heißt Adventure Aqua Planet und steht unter der Leitung der Südafrikanerin Kym Pollard, die seit 1990 in Shelly Beach lebt und nun schon seit 1997 eine Tauchbasis dort betreibt. Bei unserer ersten Begegnung sagte sie, sie könnte genauso gut überall sonst leben, aber sie will eben hier leben, denn nirgends gefällt es ihr so gut wie in Shelly Beach. Ich finde das sind großartige Voraussetzungen. Zudem ist ihre Tauchbasis die einzige mit einer echten Tauchbasis. Das klingt verwirrend, aber tatsächlich ist es so, dass die meisten Tauchbasen in Shelly Beach lediglich über ein kleines Verkaufszelt am Hafen oder maximal einen garagenähnlichen Lagerraum verfügen. Das soll gar nicht wertend klingen, ich habe nur einfach ein gutes Gefühl, wenn ich bei einer Tauchbasis bin, bei der ich nach dem Tauchen auch noch entspannt duschen, auf einer Terrasse einen Kaffee trinken und mein Logbuch gemütlich ausfüllen kann. Das ist selbstverständlich komplett subjektiv, schließlich ist die Hauptsprache auf der Basis dafür Englisch, aber ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. In meiner Tauchgruppe sind zwei Brasilianer, eine Französin, ein Australier, eine Südafrikanerin, ein Amerikaner und zwei Deutsche. Eine super Kombination, denn wir haben alle zusammen richtig viel Spaß mit unserer Fünf-Kontinente-Mischung. Vor allem springen dabei aber wieder viele spannende Empfehlungen heraus, die ich so auf dem deutschen Markt noch nicht kannte.

Shelly Beach bietet einen enormen Kontrast zu Umkomaas. Es ist gefühlt eine Stadt, auch wenn der Ort nicht wirklich groß ist. Es gibt Ampeln die nerven, Taxis, die unvermittelt auf der Straße anhalten, und zu Stoßzeiten auch mal etwas mehr Verkehr. Aufgebaut ist Shelly Beach wie eine Westernstadt: eine große Hauptstraße, an der sich alle Geschäfte befinden, und einige kleinere Wege, die alle zu der einen großen Straße führen. Dazu verfügt Shelly Beach über zwei große Malls, die tatsächlich ein gutes Shopping-Erlebnis bieten. Das Ganze wirkt aber nicht unangenehm, im Gegenteil, ich genieße die Annehmlichkeiten. Die beste Pizza beispielsweise gibt es in einem kleinen Restaurant, direkt neben einem Spar-Supermarkt, das vermutlich mehr Umsatz mit Bestellungen macht, als mit dem eigentlichen Restaurantbetrieb. Es gibt nämlich nur vier Tische. Die Pizza ist aber weltklasse! Richtig stylisch und atmosphärisch ist das Restaurant C-Bali, welches sich direkt an einem der vielen kilometerlangen Strandbereiche von Shelly Beach befindet. Auf der schönen Terrasse kann man von großartigen Burgern bis hin zu asiatischer Küche alles bekommen.




Die Tauchbasis Adventure Aqua Planet und eine der beiden Malls in Shelly Beach

Auch hier klingeln erstmal meine Ohren, als ich den Tauchablauf für den nächsten Tag erfahre. Treffpunkt ist 5 Uhr morgens. Da komme ich mit meiner karibischen Einstellung, die mich ausschlafen und gemütlich um 10 Uhr tauchen lässt, natürlich nicht besonders weit. Kym ist diese Reaktion aber offensichtlich gewohnt, denn sie motiviert mich schnell mit der Information, dass man am frühen Morgen einfach die besten Chancen auf die Haie hat. Zudem wird am Nachmittag der Wind stärker, so dass man mit dem Tauchboot quasi nicht mehr über die Wellen kommt. Ich bin schnell überzeugt und gehe eben entsprechend früher ins Bett. Die Protea Bank. Ich habe so viel von diesem Tauchgebiet gehört und jetzt bin ich da. Großfischtauchen.

Als ob ich einen inneren Wecker hätte, wache ich wieder um 4 Uhr morgens auf. Das Team meines ausgesprochen schönen Hotels Tropical Beach, welches an einem der Seitenwege von Shelly Beach direkt am Strand liegt, hat mir ein tolles Frühstück auf einem Tablett ins Zimmer gestellt und so beschließe ich dies auszunutzen und gut gestärkt in den Tauchtag zu starten.



Das Hotel Tropical Beach – Zimmerbeispiel, Strand und Pool

Alle Taucher sind pünktlich an der Tauchbasis und wie schon in Umkomaas geht es per Transporter und Anhänger an den Strand. Hier ist der Strand aber tatsächlich wie ein kommerzieller Hafen mit Tower und allem was dazu gehört. Es herrscht ordentlich Betrieb, wobei überraschenderweise nur wenige von den Booten zum Tauchen herausfahren. Es gibt viele Schnorcheltouren, Boote, die mit Schulkindern einfach nur über die Wellen springen wollen, und wie überall in Südafrika die bekannten Cage-Diver, sprich Käfigtaucher.

Als wir an der Reihe sind, wird klar, dass man hier direkt eingebunden wird. Charmant formuliert. Sprich, alle Taucher dürfen anpacken, um das Boot ins Wasser zu hieven. Der Kapitän gibt klare Kommandos, damit alle auch rechtzeitig ins Boot springen, sobald das Boot einmal im Wasser ist. Das Prinzip danach ist das gleiche wie in Umkomaas: einhaken, festhalten und ab geht die wilde Fahrt direkt über die Wellen hinaus ins offene Meer.

Die Protea Banks befinden sich ca. 7 km vor Shelly Beach und sind ein langgezogenes Saumriff. Bei einer Länge von ungefähr 6 km und einer Breite von nur 800 m ist dieses Riffplateau 27 m bis 45 m tief. Kombiniert mit der auch hier herrschenden Strömung und einer wiederum eher knapp bemessenen Sicht, ergibt sich auch hier anspruchsvolles Tauchen. Entsprechend sollte man mindestens ein zertifizierter Advanced Taucher sein. Das ebenfalls ausführliche Briefing, klärt alle Fragen, was ich sehr sehr gut finde.



Der Hafenbereich von Shelly Beach

Die Protea Banks haben ganz unterschiedliche Saisonzeiten, zu denen man unterschiedliche Haie sehen kann. Wir haben auf unserer Homepage eine Übersicht, wann man welche Haie mit welcher Wahrscheinlichkeit sehen kann – eine praktische Sache. Jetzt zu meiner Zeit im Dezember gibt es vermehrt Thunfische, die wiederum diverse Haie anziehen. Ich bin demnach zu einer guten Zeit vor Ort. Mal sehen.

Als wir zum ersten Tauchgang vom Bootsrand ins Wasser kippen, bin ich unfassbar aufgeregt. Was erwartet mich? Wie ist die Strömung? Wie ist die Sicht? Spannend. Wir tauchen hinab und es dauert eine gewisse Zeit, bis ich den Grund sehe, aber wir kommen diesem doch recht nahe. Ich höre recht schnell ein Quieken und nachdem ich die Augen stark zusammenkneife, kann ich irgendwie die Umrisse eines Hais in der Entfernung erkennen. Anscheinend zwei Hammerhaie. Ich finde aber das zählt nicht, denn ich möchte die Haie auch wirklich sehen und nicht nur erahnen. Schade, aber weiter geht es.

Als der Grund in Sichtweite gerät, zeigt der Tauchguide nach unten. Und tatsächlich, am Boden bewegt sich etwas. Aber was ist das? Ich habe so eine Form bei einem Hai noch nie gesehen. Es handelt sich um Gitarrenhaie, die außergewöhnlich elegant über den Boden schweben. Die Körperform von der Schnauze bis hin zu Seitenflossen erinnert doch sehr an ein Kampfflugzeug, was auch von der Geschmeidigkeit, mit der sie über den Grund gleiten, zusammenpasst. Ich persönlich würde sie demnach auch nicht Gitarren-, sondern Flugzeughai nennen. In jedem Fall eine ganz außergewöhnliche Begegnung. Bei genauerem Hinsehe erkenne ich, dass es sogar richtig viele sind. Ich schätze mal 15 Stück. Ich muss leider schon wieder aufsteigen, denn ich will nicht die Gruppe sprengen, nur weil ich wegen meiner Tiefe früher auftauchen muss. Wir pendeln uns auf 20 bis 25 m ein und schauen einfach nur ins blaue Wasser. Eine komische Situation, denn man meint tatsächlich immer wieder, dass man etwas sieht. Einen Schatten oder einen grauen Fleck. Andauernd zeigt irgendwer in irgendeine Richtung. So richtig sehen kann ich aber nichts. Blöd. Es vergehen 20 Minuten im kalten Wasser bis aus dem Nichts ganz plötzlich ein 3 Meter Bullenhai unsere Gruppe teilt. Der Unterschied zu den Schwarzspitzen-Hochseehaien ist relativ offensichtlich, und zwar die Form der Schnauze. Bei einem Bullenhai ist sie rund, bei einem Schwarzspitzen-Hochseehai ist sie spitz. Dazu ist der Körper bei einem Bullenhai doch ziemlich bullig und nicht stromlinienförmig schlank. Er schwimmt einmal durch uns hindurch, dreht noch eine halbe Schleife und weg ist er. Ich muss den Kopf schütteln, denn es ist einfach verrückt, in welch kurzer Zeit sich alles während diesem Tauchgang ändert. Auf einmal bin ich wieder voll da und aufmerksam. Und das lohnt sich, denn es dauert keine weiteren fünf Minuten, da stattet ein Schwarzspitzen-Hochseehai unserer Gruppe einen Besuch ab. Zackig und kraftvoll schnellt er an der Gruppe vorbei, verschwindet kurz, kommt aber gleich wieder zurück und dreht ein paar Runden. Diese präzisen Bewegungen sind wirklich faszinierend. Ein toller Tauchgang!

Zurück im Hafen laden wir einen Teil der Gruppe ab und starten direkt wieder zum zweiten Tauchgang. Wer will, muss also nicht zwei Tauchgänge machen. Kym sagt, vielen Tauchern ist genau das wichtig. Mir nicht, ich will wieder raus. Haie gucken.

Wir tauchen ab und ich bin maximal motiviert Haie zu sichten. Wir gehen dieses Mal nicht so tief, weshalb ich den Grund gar nicht erst zu sehen bekomme. Wir beschränken uns nur auf das Blauwasser, um die Chance auf Haibegegnungen zu erhöhen. Soll mir Recht sein. Mein Blick wandert umher, denn ich möchte meine rechte Seite so gut es geht abdecken. Aber es kommt nichts. Gar nichts. Den ganzen Tauchgang nicht. Knapp eine Stunde lang kaltes, blaues Wasser. Genau das schreibe ich auch so in mein Logbuch. Zurück an Bord des Tauchboots bin ich doch sichtlich enttäuscht und ich vermute mal die Crew merkt das. Wenigstens bekomme ich einen Lollie mit verstörend künstlicher Farbe, aber ich greife dennoch zu. Genau wie die Farbe ist der Geschmack nicht wirklich eindeutig. Könnte Waldmeister sein. Oder auch Ananas.

Zurück an der Tauchbasis entdecke ich eine Tafel, die an die Eingangstür gestellt wurde, um die Sichtungen vom Vortag zu beschreiben: vier Hammerhaischulen, 10 Gitarrenhaie, Delfine, Bullenhaie und Hochseehaie.

Das brasilianische Pärchen, welches den zweiten Tauchgang ausgelassen hat, nickt begeistert und erzählt mir wie toll es gestern war. Das klingt nach meinem zweiten Tauchgang natürlich ein bisschen wie Hohn, aber was solls, der erste Tauchgang war eigentlich sehr gut. Wollen wir mal demütig und bescheiden bleiben.




Das Tauchen an den Protea Banks – Bullenhai, zweimal Gitarrenhai und noch ein Bullenhai – 3 x Bilder von Daniel Brinckmann ©

Am nächsten Tag starten wir wieder um 5 Uhr morgens, wieder das gleiche Spiel. Die Sonne scheint und ich habe über Nacht meinen kompletten Optimismus zurückgewonnen. Ich mache Späße an Bord des Tauchbootes und habe richtig Bock. Sogar meinen Ersatzakku leihe ich einem anderen Taucher – ich brauche einfach gutes Karma. Das Meer ist erstaunlich ruhig. Um nicht zu sagen glatt. Es ist als ob eine graue Schicht Wackelpudding auf dem Wasser liegt. Ich bin wirklich äußerst gespannt auf diesen Tauchgang. Ich bin bereit für legendäre Momente. Rein ins Wasser und Augen auf. Adrenalin. Ich möchte wieder tiefer gehen, um hoffentlich tolle Aufnahmen der Gitarrenhaie zu bekommen. Am Grund angekommen, begegnet mir direkt ein Adlerrochen, groß und ganz ruhig. Ganz nah. Und zutraulich. Wunderschön. Direkt danach sehe ich einen Bullenhai. Und noch einen. Und noch einen. Ich weiß gar nicht, wohin ich als erstes filmen soll. Beim Filmen treibe ich durch die Strömung quasi in die Gitarrenhaie am Grund hinein. Aus der Nähe sehen sie noch faszinierender aus, auch wenn sie eigentlich relativ klein sind.

Danach versuche ich mich nach so vielen Eindrücken kurz zu Sammeln und schwimme wieder in die Gruppe, denn man muss wirklich schauen, dass man beisammen bleibt. Ich flankiere die rechte Seite und schließlich blitzt etwas Silbernes auf meiner Seite auf. Silber wäre gut, aber war da wirklich etwas? Ich signalisiere dem Tauchguide meinen Wunsch nach rechts auszubrechen und er gibt mir das Ok. Von da an geht es ganz schnell. Wie hinter einem unsichtbaren Vorhang, tauchen auf einmal unzählige von Hammerhaien vor mir auf. Hammerhaie! Nicht ganz nah, allerdings trotzdem klar und deutlich. Hammerhaie! Sie sind scheu und verschwinden relativ schnell im matten Blaugrau, aber ich habe sie wirklich gesehen. Hammerhaie! Das erste Mal überhaupt! Unfassbar, was für ein Glück. Ich bin komplett überwältigt und grinse in meinen Atemregler hinein.

Wieder zurück in der Gruppe zwinkert mir unser Tauchguide einäugig durch seine Maske zu und überlässt mir meinen angestammten, rechten Flügel. Erneut sehe ich einen Schatten. Das gleiche Prozedere nochmal, nur dieses Mal gebe ich etwas mehr Gas. Habe ich nochmal das ganz große Glück?! Noch ehe ich diese gedankliche Frage vollenden kann, bin ich ganz unvermittelt mittendrin. Sie fliegen an mir vorbei. Hunderte. Hammerhaie. Vor lauter Hektik verchecke ich die Kamera komplett und mache ein paar Selfies und Videos von meinen Füßen. Irgendwie sortiere ich mich aber doch noch und bekomme ein paar ordentliche Aufnahmen hin. Wahnsinn!!! Ein Hammerhai zieht direkt an mir vorbei und ich kann ihn ganz genau beobachten. Die wendigen Bewegungen dieses einzigartigen Körpers. Sein außergewöhnlicher Hammerkopf. Und ich kann ihm wirklich richtig in die Augen schauen. Naja, besser gesagt in ein Auge. Für mich ist das Magie. Denn direkt nach dem einen, folgt ein weiterer Hammerhai. Nicht so nah, aber es sind so viele, dass ich tatsächlich komplett von Hammerhaien umgeben bin. In einem Kinofilm wäre die Musik jetzt auf die maximale Lautstärke angeschwollen, um die Kraft dieses Moments zu untermalen. Als die komplette Schule an mir vorbei gezogen ist, kann ich es nicht wirklich glauben. Was ist da gerade passiert?! Kurzes Schütteln, denn ich muss zurück zur Gruppe. Warum sind sie mir eigentlich nicht gefolgt? Ich hatte mehrfach versucht Zeichen zu geben… Naja, kann man nichts machen. Ich musste bei meinen beiden Ausreißern ordentlich schwimmen und habe richtig viel Luft weg geschnauft, aber das hat sich gelohnt. Quality Time!!! Ich hatte meinen Auge-in-Auge-Moment mit einem der Hammerhaie. Es war als ob man in einen separaten Raum eintritt und alles ist voller Haie. Unbegreiflich. Zurück auf dem Boot merken mir alle meine Freude an, alle strahlen mit mir. Sie haben natürlich von meinem Vortagesdesaster gehört und freuen sich ganz herzlich mit meinem Erlebnis. Sensationell, dieses Mal war es wirklich ich, der voll in den Glückstopf gegriffen hat. Und mein gelblila Lollie mit Apfel-Pfirsich Geschmack ist ausgezeichnet.



Das Tauchen vor Shelly Beach – Bullenhai, Schwarzspitzen-Hochseehaie und eine Schule Hammerhaie – Erstes Bild von Daniel Brinckmann ©

Ich verlasse Shelly Beach mit sehr viel Wehmut, denn es hat alles super gepasst. Kym von der Tauchbasis war großartig. Die Tauchguides waren aufmerksam und haben bei der schlechten Sicht genau das richtige Gefühl für Kontrolle und dennoch eine lange Leine gehabt. Auch hier war der Kapitän klasse, er hat eine autoritäre Ausstrahlung, ist aber eigentlich ein echter Teddy. Wir mussten nie lange im Wasser warten, er war immer voll „auf unserer Höhe“. Dazu wird Shelly Beach dank dieser außergewöhnlichen Hammerhai-Begegnungen immer einen Platz in meinem Taucherherzen haben.

UMKOMAAS / ALIWAL SHOAL – „Baited Shark Dives“

Auf der anderen Seite freue ich mich auch wieder auf Umkomaas. Hier war die Crew genauso prima und so werde ich auch bei meiner Rückkehr

extrem herzlich empfangen. Ich lerne die südafrikanische Handschlag-Begrüßung kennen und sehe viele lachende Gesichter. Ein gutes Gefühl!

Am nächsten Morgen steht für mich noch ein besonderer Tauchgang an, und zwar ein so genannter Baited Shark Dive. Sprich, ein Tauchgang mit einem Köder. Ich habe solche Angebote schon überall in der Welt gesehen und auch mitgemacht. Mir ist bewusst, dass diese Tauchgänge ein zweischneidiges Schwert sind. Fakt ist aber, dass die Nachfrage bei uns im Büro immens groß ist. Viele Gäste wählen ihre Zielgebiete nach der Chance auf Großfisch aus und sind enttäuscht, wenn es nicht mit einer Sichtung klappt. Immer wenn ich solche Tauchgänge mitgemacht habe, waren alle Teilnehmer danach begeistert und hatten leuchtende Augen. Bei dieser Variante sind die Begegnungen mit Haien garantiert, was für viele Taucher definitiv seinen Reiz hat. In Südafrika stehen diese Tauchgänge an der Tagesordnung, es gibt sie überall und bei allen Tauchbasen. Von Kapstadt bis Durban. Es gibt sie für Taucher, für Nichttaucher in den Käfigen oder sogar für Taucher in Käfigen. Ich habe mit einem Tauchlehrer aus Umkomaas gesprochen und er meinte, es ist teilweise komisch. Wenn man Leute Angeln oder Fischen befragt, finden das alle ok und super, obwohl ja auch hier Köder verwendet werden. Er selber hat einmal gesehen, wie ein Vater seinen Sohn am Strand in einem abgetrennten, gesicherten Bereich hat schwimmen lassen, während er selbst drei Meter daneben geangelt hat, wo die Haie doch sogar bis an den Strand kommen. Eine Doppelmoral. Unterm Strich bleibt: eine knifflige Sache, wobei es für beide Seiten Argumente gibt. Fakt ist, diese Art von Tauchgängen werden weltweit angeboten und sind sehr beliebt. Auf den Bahamas beispielsweise gehören sie ja auch zum Standardprogramm. Und in Südafrika eben auch.

Ich bin bei einem dieser Baited Shark Dives dabei, denn nachdem die Wassertemperatur steigt, beginnt gerade die Tigerhaisaison. Tigerhaie kann man anscheinend kaum ohne solche Köder sehen, weil sie einfach zu scheu sind. Mit dem Köder allerdings hat man in Umkomaas durchaus öfter Sichtungen und das möchte ich mir gerne ansehen. Zwei Käfigtaucher haben wir sogar auch dabei, was das Ganze doppelt interessant macht. Ich bin gespannt wie das mit dem Käfig abläuft. Das Boot ist beladen mit drei großen Ködereimern, jeweils für unterschiedliche Tiefen. Einer ist bestimmt für die Oberfläche und damit für die Käfigtaucher, einer für den mittleren Bereich und damit für die Schwarzspitzen-Hochseehaie und einer ist für die tiefe Tiefe und damit für die Tigerhaie. Der Bereich in dem diese Tauchgänge durchgeführt werden, ist bekannt geworden, weil hier Fischer bereits in den 70er Jahren immer wieder Haie gesichtet haben. Womit wir wieder beim Thema wären, denn offensichtlich wurden die Haie durch Fischer an diesen Spot „gewöhnt“ und nicht durch die Taucher. Aber dies nur am Rande. Bereits fünf Minuten vor Erreichen des Tauchplatzes werden bereits Fischstücke ins Wasser geworfen, um die Haie anzulocken. Und das klappt. Sehr gut sogar, denn schon nach zwei bis drei Minuten scharen sich einige Haifischflossen rund um unser Boot herum. Gerade die Taucher, die hier zum ersten Mal an Bord sind, sind direkt komplett verzückt. Und die Käfigtaucher freuen sich, dass sie einen Käfig haben. Zwei Welten prallen da aufeinander. Als sich alle zur Rolle rückwärts ins Wasser fertig machen, prüfe ich lieber nochmal doppelt, was sich hinter mir so tut, denn ich will mir ja nicht gleich einen Hai mit einer dicken Beule am Kopf zum Feind machen. Bei so vielen Schwanzflossen bereits an der Oberfläche ist das ein durchaus komischer Moment. Es handelt sich wieder um Schwarzspitzen-Hochseehaie. Große Tanker. Sicher alle so zweieinhalb bis drei Meter groß. Einige sind ein wenig kleiner, aber das sind alles keine Katzenhaie, so viel steht fest. Die Köderboxen hängen wie an einer kurzen Perlenkette im Wasser und die Haie ziehen ihre Kreise um die Eimer. Beim wiederum ausführlichen Briefing wurde uns gesagt, dass wir nicht alleine tiefer gehen sollen, denn falls ein Tigerhai auftaucht, würde er sich fragen, warum ist da ein „Etwas“ alleine tiefer? Antwort: Das könnte eine Beute sein. Natürlich halte ich mich an diese Vorgabe und beobachte das Treiben der Haie rund um die ersten beiden Kübel. Die beiden Käfigtaucher sitzen wie vor dem Fernseher in ihrem schwimmenden Gitterboot. Unser Tauchguide kontrolliert gerade einen der Eimer, als mein Blick nach unten in den tiefen Bereich schweift. Dunkel da unten. Aber Moment mal?! Ist das ein Schwarzspitzen-Hochseehai? Falls ja, wäre er ganz schön groß. Der Hai kommt ein wenig nach oben und ich bin regelrecht erschrocken, was da für ein Lastwagen auf mich zukommt. Das ist doch ein Tigerhai?! Sollte ich als Erster aus der Gruppe einen Tigerhai entdeckt haben?! Entsprechend unsicher bin ich, aber auf den zweiten Blick ist es so was von offensichtlich. Die Tigerung ist ganz klar und gut zu erkennen, so dass es keinen Zweifel gibt. Demütig wie ich bin, warte ich auf den Guide, ich sollte ja nicht zu schnell nach unten gehen. Außerdem wollte ich die offizielle Bestätigung! Auf mein Zeichen hin, sagt seine Reaktion alles. Große Augen und ein dumpfer Brummschrei in den Atemregler. Dazu das Zeichen an mich für einen Tigerhai. Er will eine andere Taucherin holen, während ich den Tigerhai weiter ehrfürchtig inspiziere. Groß ist er. In meinen Augen wohlgemerkt. Ich schätze vier Meter. Massig. Und der Name ist wirklich gerechtfertigt. Das Tigermuster an der Seite ist schon sehr besonders. Ein unglaubliches Spektakel was sich hier abspielt. Als der Guide zurückkommt, verschwindet der Tigerhai in der Dunkelheit der Weite. Schade. Eine relativ kurze, aber dafür extrem aufregende Begegnung. So richtig gerechnet habe ich ja nicht damit, aber nachdem es auf dieser Reise bisher so gut gelaufen ist, ist das wirklich die Kirsche auf der Torte. Den Rest des Tauchgangs kann ich die Schwarzspitzen-Hochseehaie ganz entspannt begutachten. Meinen großen Haimoment hatte ich nämlich bereits. Und kurioserweise war ich wieder fast der einzige, der das Glück hatte. Alle anderen Taucher in der Gruppe sind dennoch begeistert von dem Tauchgang, das ist offensichtlich. Nach einer Stunde steigen wir alle wieder ins Boot und ich bin happy. Ganz ehrlich. Einen Tigerhai gesehen zu haben, ist schon ein echter Meilenstein in einer Taucherkarriere.



Tigerhaie – Bilder von Daniel Brinckmann ©

Südafrika war wirklich eine besondere Reise für mich. Zum einen natürlich wegen der viele Haie. Nirgends habe ich bisher so viele unterschiedliche Haie gesehen. Nicht auf Yap. Nicht in Ägypten. Und auch nicht in der Karibik. Dazu sind die Tauchgänge aufregend und spannend, weil man nicht wirklich weiß, was als nächstes passiert. Gerade ist einem noch kalt und man sieht vor lauter Blau kaum noch etwas und dann kommt ein Bullenhai um die Ecke. Und zum anderen ist das Tauchen in Südafrika anspruchsvoll, dabei aber trotzdem sehr gut machbar. In unseren Gruppen waren Taucher mit knapp über 50 Tauchgängen und diese hatten keine Probleme. Aber man muss es eben wissen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Südafrika ist extrem fair:

Zwei Wochen in Umkomaas kosten beispielsweise nur ab € 1.049,– pro Person zzgl. € 390,– Flugsteuern. Fünf Bootstauchgänge liegen bei € 170,–. Das ist schon ein tolles Angebot!

Das Hotel Tropical Beach ist mit € 1.290,– pro Person zzgl. € 390,– Flugsteuern nicht viel teurer. In Shelly Beach kosten fünf Tauchgänge € 240,–.

Wir hören immer, dass die Leute Großfische sehen wollen, in Südafrika gibt es sie. Das Wasser ist kalt und es zieht ordentlich, die Sicht ist nicht wirklich gut, aber genau diese Bedingungen mögen Haie.

Sensationelle Tauchziele sind meist weit weg und richtig teuer: Galapagos, Yap, Raja Ampat wären hier gute Beispiele. Durban ist kinderleicht zu erreichen und wie oben erwähnt nicht einmal teuer. Unterm Strich ist Südafrika ein maximal reizvolles Tauchziel, wenn man weiß, was man erwarten darf. Wer im Übrigen einen Zwischenstopp in Kapstadt einbauen möchte, kann dies problemlos machen. Wir können hier einige Kombinationen, auch mit Rundreisen, organisieren.

Südafrika, mal was ganz anderes!

MESSE BOOT 2017
Abschließend möchte ich natürlich nicht versäumen, noch auf die Messe boot in Düsseldorf hinzuweisen. Kaum zu glauben, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist. Wir hatten großen Spaß letztes Jahr und freuen uns natürlich wie immer sehr, wenn Sie bei uns auf einen Cuba Libre vorbeischauen. Bringen Sie Ihre Urlaubserinnerungen, Geschichten und auch ein bisschen Neugier mit – wir freuen uns auf ein Wiedersehen! In Sachen Cuba Libre sind wir auf jeden Fall vorbereitet – nach letztem Jahr werden wir unseren Bestand nochmal aufstocken…

Die boot beginnt schon diesen Samstag, den 21. Januar und wird damit für eine Woche wieder zum Treffpunkt aller Taucher. Sie finden uns wie immer in Halle 3 am Stand C 74 – der gleiche Standplatz wie immerhin schon seit 10 Jahren! Dieses Jahr mit von der Partie: unsere Partner aus der Türkei (Kaş Diving), Griechenland (Dolphin Diving Center, Kalamitsi), aus Saba (Scouts Place), von den Philippinen (Coopers Beach Resort, Palawan) und aus Honduras (Tobri Divers, Roatan)!

Alle, die es in diesem Jahr nicht persönlich auf die Messe schaffen, können natürlich trotzdem von unseren zeitlich begrenzten Messeangeboten profitieren, die wir sowohl an unserem Stand als auch auf unserer Homepage für Sie präsentieren. Folgen Sie einfach diesem Link!

Und dann zu einem bewährten Klassiker, nämlich unserem alljährlichen Gewinnspiel. Wir verlosen hier 10 x 2 Eintrittskarten für die BOOT 2017 Die Antworten Nummer 5, 10, 25, 50, 75, 100, 125, 150, 175 und 200, die auf diesen Newsletter mit dem Stichwort „BOOT 2017“ antworten, gewinnen. Viel Glück!



Nautilus-Messeteam 2016

Ich würde mich riesig freuen, wenn wir uns in Düsseldorf wiedersehen!

Bis dahin, herzliche Grüße, alles Gute,

Ihr / Euer

Jan Thies

Geschäftsführer

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Ägypten / Berenice, Lahami Bay http://nautilus-tauchreisen.de/aegypten-berenice-lahami-bay/ Fri, 09 Dec 2016 11:56:26 +0000 http://nautilus-tauchreisen.de/?p=37519

Liebes Nautilus-Team!

Wir haben in der Zeit vom 23. Oktober  bis zum 13. November 2016 unseren Urlaub im Lahami Bay Resort in Berenice verbracht.

Es gab – wie wir es gewohnt sind – keine Probleme mit dem Flug und Transfer, wenngleich auch der jetzige Service an Bord der Ferienflieger schon der Gewöhnung bedarf. Aber bei der Flugzeit von 4 ½ Stunden stellt das kein größeres Problem dar.

Nach der Anreise erwartete uns im Lahami Bay Resort ein schönes und verhältnismäßig großes Zimmer mit herrlichem Ausblick auf Garten und Meer.

Die Verpflegung war sehr gut (HP), abwechslungsreich und bedingt durch drei Büffets am Abend (Vor-, Haupt- und Nachspeisenbüffet) hatte man auch große Auswahlmöglichkeiten.

Als äußerst angenehm haben wir die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des gesamten Personals empfunden.

Die Riffe in der Lahami Bay befinden sich noch in einem guten bzw. sehr guten Zustand. Die weiter entfernt liegenden Tauchplätze sind teilweise wirklich spektakulär. Die Ausfahrten zu diesen Riffen beanspruchen meistens einen ganzen Tag, aber auf sehr komfortablen Schiffen mit einer guten Verpflegung an Bord.

Ein echtes Highlight war für uns die Schnorcheltour zum Dolphin Reef. Wir hatten das Glück, den Delfinen wirklich ganz nah sein und mit einer Schule von 18 – 20 Tieren fast eine Stunde schnorcheln zu können. Das war ein wunderschönes Erlebnis.

Auf einem unserer Tauchausflüge konnten wir zum ersten Mal die Begegnung mit  Weißspitzenhochseehaien auf unserem „Taucher“-Konto verbuchen. Einmal direkt beim Tauchen, ein zweiten – schon verhältnismäßig großen – Hai als Begleitung des Tauchbootes auf der Rückfahrt.

Auch an den Riffen direkt in der Lahami Bay hatten wir beim Tauchen und Schnorcheln schöne Erlebnisse. Alle Riff-Fischarten des Roten Meeres kann man hier finden. Zudem noch Oktopusse, Sepien, Fledermausfische, Riesenmuscheln, Schildkröten und Napoleons in verschiedenen Größen.

An unserem letzten Tag hatten wir zusammen mit unseren Freunden aus der Schweiz noch das große Glück beim Schnorchel über längere Zeit ganz aus der Nähe einen größeren Napoleon beobachten zu können.

Als Fazit kann man wirklich ziehen: Ein ganz entspannter Urlaub in einer schönen Anlage mit ganz nettem Personal. Als Besonderheit ist zu bemerken: Absolut geeignet für Taucher und Schnorchler!!!

Bärbel und Wilfried D.


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Mexiko / Playa del Carmen & Cozumel http://nautilus-tauchreisen.de/mexiko-playa-del-carmen-cozumel/ Tue, 29 Nov 2016 17:22:51 +0000 http://nautilustauchreisen.de/?p=36151

Hallo Herr Seifert,

nun sind wir schon fast 2 Wochen von unserem Mexiko-Urlaub zurück (Anmerkung von Nautilus: die Kunden hatten das Allegro Playacar und das Allegro Cozumel gebucht).

Die Reise ist genau so verlaufen wie geplant. Alle Flüge und Transfers haben geklappt. Mit den gebuchten Hotels und den Tauchausflügen mit Pro Dive waren wir sehr zufrieden.

Die von Ihnen zusammengestellte Reise war ein voller Erfolg – vielen Dank!

Wir wünsche Ihnen und Ihrem Team eine schöne Adventszeit!

Mit freundlichen Grüßen

Rainer und Ramona G.

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Florida / Orlando bis Key West http://nautilus-tauchreisen.de/florida-orlando-bis-key-west/ Mon, 28 Nov 2016 15:13:53 +0000 http://nautilustauchreisen.de/?p=36087

Hallo Hr. Thies, Hallo Hr. Seifert,
wir melden uns gesund und munter von Florida zurück.
War wie immer alles wunderbar. Die Ocean View Appartements in Key Largo haben den Pool fertig umgebaut und tagsüber sind jetzt auch frisch gemixte Cocktails zu haben.
Tauchen bei Scuba Fun war auch alles ok.
Doubletree Cocoa nahe Orlando war auch ok. Dort war das Wetter etwas bewölkt, was im Kennedy Space Center (nur 35min Fahrzeit) aber nicht aufgefallen ist. Dieser Besuch war sehr spannend. Erwachsene normaler Tageseintritt 50.-$, klingt zuerst hoch, ist aber für USA fast normal. Zu sehen gibts ca. 6 versch. Filmvorführungen. Busfahrt zu der Abschussrampe, Raketenzuzammenbauhaus 160m hoch, Space X Gebäude. Zwischenstopp zeitlich unbegrenzt mit Rakete, Mondfahrzeug, Anzüge, versch. Gerätschaften…
Theatervorführung. Essen und Trinken sowie Souveniers gibt es an jedem 2. Gebäude. Aussen sind noch Raketen im Garten plaziert, sowie eine Erinnerunstafel 10x10m. Bestes Gebäude ist hinter den Trägerraketen, erst kleine Filmvorführungen dann hinter der Leinwand steht plötzlich so halbschräg die Raumfähre Atlantis in echt. Mit Cockpit als Nachbau zum reinklettern. Das Hubble Teleskop, Bus für die Raumfahrer, Orginalreifen…
Ab und zu sind auch echte Astronauten auf dem Gelände, dann ist natürlich voller.
3/4 Tag reicht gut um alles zu sehen. Bei uns war es am Sonntag auch recht leer. Mussten nirgendwo anstehen.
Das grosse Thema ist die Entwicklung und Versuche bis zur Mondlandung.
Wir fanden es gut und empfehlen es auch weiter. Wer bisschen Technik, bisschen Geschichte sehen will, und echte Raketen, ist hier richtig. Kein Disney Zauber.
Wermutstropfen: der Parkplatz kostet extra 10$.
Hier in Deutschland steht im Technik Museum Speyer die Buran, das russische Ponton dazu in einer schmucklosen dunklen Halle.
Ich finde es war ein Besuch wert und mir hat es gefallen.

Mit freundlichen Grüßen
Gregor B.

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